WRC Rally Italia Sardegna 2026: Solberg siegt, Evans holt den Titel!
Elfyn Evansh hat es geschafft: Nach fünf Vize-Weltmeistertitel sicherte sich der Toyota-Pilot bei einem nervenaufreibenden Saisonfinale in Sardinien den WM-Titel! Oliver Solberg war der große Pechvogel: Auf den letzten Metern der Powerstage verspielte der Youngster den Titel, holte denoch den Sieg!
Text: Harald Illmer, WRC, Skoda Motorsport, Stellantis Motorsport, Sportpressedienst Armin Holenia / Wolfgang Nowak;
Fotos: M-Sport Ford WRT, Hyundai Shell Mobis WRT, Toyota Gazoo Racing WRT, Skoda Motorsport, Stellantis Motorsport, Martin Butschell
Die WRC Rally Italia Sardegna 2026 stand ganz im Zeichen des Abschieds: Zum vorerst letzten Mal zählte der Klassiker auf der Mittelmeerinsel zum Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft. Ab 2027 wird die italienische WRC-Runde von der Rallye di Roma Capitale übernommen. Gleichzeitig verabschiedete sich die Rallye-Szene nach der Absage der Rally Saudi Arabia auch von den spektakulären Rally1-Fahrzeugen, die mit dem neuen technischen Reglement ab der Saison 2027 Geschichte sein werden.

Foto: Hyundai Shell Mobis WRT
Elfyn Evans und Scott Martin sind erstmals FIA-Rallye-Weltmeister, nachdem ein außergewöhnliches Finale bei der Rallye Italien-Sardinien erst in den letzten Kurven der Saison entschieden wurde.
Das Team von Toyota Gazoo Racing überstand am Sonntag eine letzte unerwartete Wendung und sicherte sich nach Jahren, in denen der Titel knapp verpasst worden war, endlich die Krone; unterdessen gewannen Oliver Solberg und Elliott Edmondson die Rallye nach einem hervorragenden Wochenende in ihrem GR Yaris Rally1.

Foto: M-Sport Ford WRT
Evans ging in die abschließende „Wolf Power Stage“ mit dem Wissen, dass sich der Titelkampf mit Solberg faktisch zu einem direkten Duell zugespitzt hatte. Diese Situation war auf der vorangegangenen Wertungsprüfung „Osilo – Tergu“ entstanden, als Evans einen Reifenschaden vorne rechts erlitt und zum Radwechsel anhalten musste.

Foto: Toyota Gazoo Racing WRT
Nachdem die Punkte für den „Super Sunday“ vergeben waren, trennten Evans und Solberg im Titelrennen nur winzige Abstände, als sie zum Finale „Sassari – Argentiera“ (7,10 km) antraten. Evans absolvierte seinen Lauf zuerst. Solberg griff anschließend an und lag gut einen Kilometer vor dem Ziel 1,9 Sekunden unter der Zeit des Walisers. Doch nur wenige Kurven vor dem Ziel rutschte der Schwede zu weit nach außen und geriet in den Sand. Er fing sich wieder und beendete die Prüfung, doch der Zeitverlust reichte aus, um Evans und Martin als Weltmeister zu bestätigen.
„Ich glaube, ich habe es noch gar nicht richtig realisiert“, gab Evans zu, der vor Solbergs spätem Drama bereits befürchtet hatte, der Titel würde ihm entgleiten. „Ich war mir eigentlich sicher, dass es vorbei war. Ich bin nicht meine beste Prüfung gefahren. Ich habe alles in die Waagschale geworfen, aber es war keine saubere Fahrt. Es tut mir auch leid für Oliver – er hat ein unglaubliches Wochenende gezeigt, und es ist schade für ihn, dass er es so kurz vor dem Ziel noch verloren hat. Natürlich muss ich vielen Menschen danken, die mich all die Jahre unterstützt haben, und natürlich Scotty für seine unglaubliche Arbeit.“

Foto: Hyundai Shell Mobis WRT
Dieser Erfolg beendet eine lange Wartezeit für Evans, der zuvor fünfmal Vizemeister geworden war und schon zweimal als Tabellenführer in das Saisonfinale gegangen war.
Auch die Saison 2026 verlangte ihm Durchhaltevermögen ab. Evans führte die Meisterschaft über weite Strecken des Jahres an, sah jedoch, wie sein Vorsprung in der zweiten Saisonhälfte schmolz.
Durch die Aufgabe, als Erster auf die Strecke zu gehen und diese zu „reinigen“, geriet er während des Großteils des Finales ins Hintertreffen; dennoch blieben er und Martin im Rennen, bis der Titelgewinn schließlich in greifbare Nähe rückte und ihnen gelang.
Evans ist der erste britische Fahrer seit Richard Burns im Jahr 2001, der den WRC-Titel gewinnt.

Foto: M-Sport Ford WRT
Solberg gewann die Rallye mit einem Vorsprung von 57,6 Sekunden vor Sébastien Ogier und Vincent Landais; Sami Pajari und Marko Salminen komplettierten ein reines Toyota-Podium. Adrien Fourmaux und Alexandre Coria belegten den vierten Platz vor Evans und Martin, während Takamoto Katsuta und Jon Armstrong die Riege der besten Rally1-Piloten abrundeten.
Die Rallye Italien Sardinien bildete den Abschluss der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2026. Der Škoda Fabia RS Rally2-Fahrer Robert Virves und sein Beifahrer Jakko Viilo waren bereits vor dem Start zu den neuen WRC2-Champions* gekrönt worden. Nachdem sie zwei Reifenschäden in der ersten Etappe gebremst hatten, verpassten die Esten den Sieg schließlich um gerade einmal 0,7 Sekunden.
Die Verlegung der Veranstaltung von ihrem üblichen Termin im Sommer auf Anfang Oktober machte die Schotteretappen auf Sardinien nicht weniger anspruchsvoll. Wie üblich sorgten die holprigen Straßen auf der Mittelmeerinsel für eine hohe Ausfallquote. Teams, die mitten in einer Prüfung anhalten mussten, um Reifen zu wechseln, waren häufiger zu sehen. Jeder solche unfreiwillige Stopp bedeutet normalerweise einen Zeitverlust von etwa eineinhalb Minuten.
Eines der ersten Duos, das von diesem Pech getroffen wurde, waren Robert Virves und Beifahrer Jakko Viilo. Die Esten, deren Škoda Fabia RS Rally2 mit einer speziellen WRC2-Champions*-Lackierung versehen war, mussten während der ersten Etappe sogar nicht weniger als zwei Reifenpannen hinnehmen (SP4 und SP5). Der Zeitverlust von etwa drei Minuten ließ sie vorübergehend auf den zehnten Platz in der WRC2-Wertung zurückfallen. Unbeeindruckt davon holten sie eine weitere Prüfungsbestzeit. Bis Freitagabend hatten sie sich wieder auf den achten Platz in der Kategorie vorgearbeitet.

Foto: Skoda Motorsport
Das zu diesem Zeitpunkt bestplatzierte Škoda Fabia RS Rally2-Duo waren ihre Toksport WRT-Teamkollegen Emil Lindholm und Gabriel Morales, die in der WRC2 auf dem vierten Platz lagen. Der finnische WRC2-Champion von 2022 und sein brasilianischer Beifahrer mussten jedoch am Samstagmorgen aufgrund eines Elektrikproblems aufgeben. Sie starteten in der folgenden Etappe erneut und belegten schließlich den 13. Platz in der WRC2.
Auf der zweiten Etappe erzielten Robert Virves und Jakko Viilo am Samstag in fünf von sechs Wertungsprüfungen die schnellste WRC2-Zeit. Am Abend lagen sie auf dem vierten Platz in der vorläufigen Gesamtwertung. Bei ihrer Aufholjagd hatten sie auch Roberto Daprà und dessen Beifahrer Luca Guglielmetti überholt. Die WRC2-Sieger des Vorjahres überstanden eine Schrecksekunde und verloren dabei nur minimale Zeit: Der Škoda Fabia RS Rally2 des Delta Rally Teams war in einer überraschend rutschigen Kurve geradeaus gerutscht. „Es war schwierig, zurückzusetzen und wieder auf die richtige Strecke zu kommen. Ich dachte auch, wir hätten einen Reifenschaden, aber zum Glück war das nicht der Fall“, verriet Roberto Daprà. Die Italiener belegten in der WRC2 den fünften Platz.
Robert Virves und Jakko Viilo starteten am letzten Tag mit einem Rückstand von fast zwei Minuten auf die Spitzenreiter der WRC2. Doch ihre ‚Never-give-up‘-Einstellung zahlte sich wirklich aus. Der Toksport WRT Škoda Fabia RS Rally2 führte auf zwei der drei morgendlichen Wertungsprüfungen die Zeitliste an. Unterdessen verloren die bisher auf den Plätzen eins und zwei liegenden Teams aufgrund von Reifenschäden Zeit. Schließlich gingen die Esten als Zweite in der WRC2 in die abschließende Power Stage, wobei sich der Rückstand auf die Spitzenreiter auf 6,8 Sekunden verringert hatte.
Da die letzte Prüfung nur 7,1 Kilometer lang war, waren die Chancen auf eine weitere Verbesserung minimal. Dennoch gaben Robert Virves/Jakko Viilo noch einmal alles und fuhren ein letztes Mal die Bestzeit. Letztendlich verpassten sie den WRC2-Sieg um nur 0,7 Sekunden! Ihre Bilanz für die gesamte Saison 2026 mit sieben Starts in der WRC2: vier Siege, zwei zweite Plätze. Robert Virves und Jakko Viilo wurden zudem Champions in der WRC2-Challenger-Kategorie*.

Foto: Stellantis Motorsport
Lancia Corse HF beendet die Rallye Italien-Sardinien – den letzten Lauf der FIA-Rallye-Weltmeisterschaftssaison – mit einem Ergebnis, das stark von Pech geprägt war. Auch wenn sich die Rallye erneut als eine der anspruchsvollsten Veranstaltungen im Kalender erwies, lieferte das Wochenende doch eine weitere wichtige Bestätigung für das Potenzial des Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale, insbesondere durch die Leistung des 20-jährigen Pablo Sarrazin.
Der junge Franzose legte das ganze Wochenende über ein beeindruckendes Tempo vor. Nach einem starken Start fuhr Sarrazin auf der zweiten Wertungsprüfung (SP2) die schnellste Zeit in der WRC2-Kategorie und stellte damit sofort unter Beweis, dass er mit den Spitzenfahrern dieser Klasse mithalten kann. Er behielt sein hohes Tempo auch auf den folgenden Prüfungen bei, bevor er auf der SP8 ausschied. Sarrazin kehrte im Rahmen der „Super Rally“-Regelung ins Rennen zurück und fuhr auch am letzten Tag Zeiten, die dicht an denen der führenden WRC2-Teams lagen. Sein zweiter Platz auf der Power Stage unterstrich sowohl seine eigene fahrerische Entwicklung als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Ypsilon Rally2 HF Integrale auf den anspruchsvollen Schotterpisten Sardiniens.
Für Léo Rossel verlief die Rallye Italien-Sardinien schwieriger. Nach einem der spektakulärsten Sprünge der Rallye landete sein Ypsilon Rally2 HF Integrale auf der SP2 hart auf dem Boden, was das Team zur Aufgabe zwang. Rossel startete anschließend erneut unter dem „Super Rally“-Reglement, doch aufgrund von Rückenbeschwerden seines Beifahrers musste er das Rennen ein zweites Mal aufgeben.
Kevin Raith:
„Was hier abging, war einfach nur mega!"
Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier holten bei ihrer Premiere bei der WM-Rallye in Sardinien als 16. gesamt und 8. im WRC2-Klassement ein Top-Resultat.
17 Wertungsabschnitte mit insgesamt 307,15 Sonderprüfungskilometern haben Kevin Raith und seine Copilotin Claudia Maier im Ford Fiesta Rally2 seit Donnerstag beim Rallye-WM-Finale in Sardinien bestritten. 307.150 Meter also. Das sind 307.150 Gefahrenpunkte, um vom rauen, steinigen und staubigen Gelände auf der Mittelmeerinsel abgeworfen zu werden. Nix da! Das steirisch-oberösterreichische Duo trotzte allen Widrigkeiten bravourös und erreichte heute das Ziel auf der Promenade der Küstenstadt Alghero im Nordwesten Sardiniens. Und als wäre das allein für einen Premierenstarter bei einem der schwierigsten Läufe weltweit nicht schon erfolgreich genug, sorgte Kevin Raith mit einem fantastischen achten Platz im WRC2-Klassement und einem nicht minder großartigen 16. Platz in der Gesamtwertung auch ergebnistechnisch für sportliche Aufmerksamkeit!

Foto: Martin Butschell
„Das war eines der größten Abenteuer, die ich bisher in meiner Karriere erlebt habe“, schwärmte ein völlig verstaubter, aber überglücklicher Kevin Raith nach der Rallye. „Unser Bestreben war es von vornherein, nur irgendwie das Ziel in Alghero zu erreichen. Dass wir jetzt mit so einem Ergebnis dastehen, ist einfach unbeschreiblich. Gesamt-16. in einem WM-Lauf ist schlichtweg ein Traumresultat. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.“
Auch im Überschwang vergaß der 32-jährige Steirer freilich nicht auf seine Helfer. „Zum einen will ich mich bei Claudia Maier bedanken. Was sie hier als Copilotin geleistet hat, war einfach mega und hochprofessionell. Auch die Mechaniker-Crew von ZM-Racing hat mit ihrer Fachkompetenz eine Menge zu diesem Erfolg beigetragen. Und last, but not least gilt mein Dank natürlich auch meinen Sponsoren, durch deren Unterstützung das Abenteuer Sardinien-Rallye für mich erst möglich gemacht wurde.“ Kevin Raiths Vater, der mit einer Schar aus dem Freundeskreis seines Sohnes als Fan ebenfalls auf der Insel weilte, konnte dazu nur stolz applaudieren.

Foto: Toyota Gazoo Racing WRT
Ergebnisse:
01. Oliver Solberg/Elliott Edmondson (Toyota GR YARIS Rally1) 3h24m57.0s
02. Sébastien Ogier/Vincent Landais (Toyota GR YARIS Rally1) +57.6s
03. Sami Pajari/Marko Salminen (Toyota GR YARIS Rally1) +1m37.4s
04. Adrien Fourmaux/Alexandre Coria (Hyundai i20 N Rally1) +2m38.6s
05. Elfyn Evans/Scott Martin (Toyota GR YARIS Rally1) +4m48.1s
06. Takamoto Katsuta/Aaron Johnston (Toyota GR YARIS Rally1) +6m02.4s
07. Jon Armstrong/Shane Byrne (Ford Puma Rally1) +7m32.2s
08. Roope Korhonen/Anssi Viinikka (Toyota GR Yaris Rally2) +12m10.4s
09. Robert Virves/Jakko Viilo (Škoda Fabia RS Rally2) +12m11.1s
10. Gus Gre ensmith/Jonas Andersson (Toyota GR Yaris Rally2) +13m02.2s
Punktestände:
WM- Endstand Fahrer:
01. Elfyn Evans - 243, 02. Oliver Solberg - 238,
03. Sami Pajari - 237,
04. Sébastien Ogier - 189 05. Adrien Fourmaux - 183,06. Takamoto Katsuta - 175,
07. Thierry Neuville - 134,
08. Hayden Paddon - 38,
09. Josh McErlean - 35,
10. Esapekka Lappi - 33
WM-Endstand Hersteller:
01. TOYOTA GAZOO Racing World Rally Team - 662, 02. Hyundai Shell Mobis World Rally Team - 440, 03. TOYOTA GAZOO Racing WRT2 - 251, 04. M-Sport Ford World Rally Team - 168
Stimmen im Ziel:
Elfyn Evans: „Ich kann noch gar nicht richtig begreifen, dass wir nach einem so turbulenten Finaltag tatsächlich die Meisterschaft gewonnen haben. Wir wussten, dass es eng werden würde, und haben heute alles versucht, aber auf der ersten Wertungsprüfung mussten wir uns erst einmal den Weg freifahren, da die Strecke stark verschmutzt war. Auf der zweiten Prüfung konnten wir etwas Zeit gutmachen, doch zu Beginn der dritten lagen überall Steine; wir versuchten, uns durchzukämpfen, erlitten aber sofort einen Reifenschaden. Für die Power Stage mussten wir dann alles auf eine Karte setzen. Es war keine saubere Fahrt, daher war ich mir ziemlich sicher, dass es nicht reichen würde – zumal Oliver schneller unterwegs war, bis er kurz vor Schluss diesen Schreckmoment hatte. Es tut mir leid für ihn und Elliott, denn sie sind ein unglaubliches Wochenende gefahren. Aber wir haben den Titel nicht erst heute gewonnen, sondern durch die Arbeit eines ganzen Jahres, und ich denke, wir können stolz auf diese Meisterschaft sein. Es ist eine ziemliche Erleichterung, nachdem wir schon so oft knapp gescheitert sind. Ich möchte vielen Menschen danken, die mich über die Jahre hinweg unterstützt haben, insbesondere Scott und dem Team.“

Oliver Solberg: „Zunächst einmal möchte ich Elfyn und Scott gratulieren. Sie haben es definitiv verdient; sie waren die ganze Saison über sehr konstant. Dass ich angesichts meiner turbulenten Saison überhaupt eine Chance hatte, fühlt sich unglaublich an. Im Laufe des Wochenendes habe ich immer mehr daran geglaubt – und dann so knapp zu scheitern, ist hart. Auf der Power Stage wusste ich, dass ich voll attackieren musste, um Elfyn zu schlagen. Ich war mir aber nicht sicher, ob mein Einsatz reichte, also versuchte ich, noch mehr zu pushen. Am Ende unterlief mir dann ein kleiner Fehler; ich konnte das Auto nicht mehr abfangen und wir kamen von der Strecke ab. Trotz allem bin ich stolz auf das, was wir in meiner ersten Saison mit diesem Team erreicht haben. Ich habe alles gegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft – hoffentlich bekomme ich noch weitere Gelegenheiten, es erneut zu versuchen.“
Thierry Neuville: „Ich bin sehr enttäuscht über den Verlauf des Wochenendes, aber froh, die Saison mit einem Sieg auf der abschließenden Power Stage zu beenden. Es war ein herausforderndes Jahr, daher möchte ich dem Team ein riesiges Dankeschön aussprechen – sie haben Großartiges geleistet. Wir arbeiten seit 13 Saisons zusammen und haben viele Höhen und Tiefen erlebt; die letzten beiden Jahre waren hart, doch das Team ist stets engagiert und motiviert geblieben. Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr einen Sieg für sie einfahren konnten – und es wären fast zwei gewesen. Abschließend gratuliere ich Elfyn; er war schon so oft nah dran und hat den Titel verdient. Auch Oliver hat an diesem Wochenende eine starke Leistung gezeigt, die fast belohnt worden wäre – auch ihm gebührt große Anerkennung.“
Jon Armstrong: „Die Rallye Sardinien ist nun vorbei. Es war mein erstes Mal hier, daher wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Schon bei der Besichtigung war es eine Herausforderung einzuschätzen, welches Tempo angemessen ist, und vor Ort erwiesen sich die Strecken dann als extrem rau. Unsere Strategie bestand einfach darin, Problemen aus dem Weg zu gehen und die Rallye zu beenden – dieses Ziel haben wir erreicht. Es war eine tolle Erfahrung, bei diesem letzten Event mit dem Rally1-Auto dabei zu sein. Insgesamt gab es in dieser Saison einige Höhen, aber auch viele Tiefen. Ich denke, wir können mit unserem Potenzial zufrieden sein, und hoffentlich gelingt es uns, die in diesem Jahr gesammelten Erfahrungen zu nutzen, um uns im nächsten Jahr weiter zu verbessern.
Alles in allem ein ordentliches Ergebnis; ein Dank geht an das Team und alle Sponsoren für ihren Einsatz und ihre Unterstützung, die es uns ermöglicht haben, das diesjährige Resultat zu erzielen.“

Sami Pajari: „Das war ein wirklich dramatischer Saisonabschluss. Auch wenn ich hier nicht meine beste Rallye gefahren bin, freue ich mich riesig für Elfyn und Scott – sie haben das wirklich verdient. Ich denke, ich kann mit meiner zweiten Saison auf diesem Niveau sehr zufrieden sein, ebenso wie mit unseren neun Podiumsplätzen und drei Siegen. Nach einem extrem schwierigen Start in Monte Carlo haben wir bei fast jeder Rallye Wertungsprüfungen gewonnen, uns im Titelkampf immer weiter herangearbeitet und am Ende fehlten uns nur sechs Punkte. Wir sind noch jung, daher haben wir hoffentlich in Zukunft erneut die Chance, um Titel zu kämpfen. Auf der letzten Wertungsprüfung habe ich mit diesem Auto alles gegeben – ein großes Dankeschön an das gesamte Team und alle, die uns unterstützen.“
Sébastien Ogier: „Ein dramatischeres Finale als das heutige hätte man sich nicht ausdenken können. Im Rallyesport wissen wir alle: Es ist erst vorbei, wenn es wirklich vorbei ist. Herzlichen Glückwunsch an Elfyn und Scott: Sie haben über so viele Jahre hart gearbeitet, und niemand hat diesen Titel mehr verdient als sie. Ich weiß, dass es für Oliver und Elliott im Moment hart ist, so knapp gescheitert zu sein, aber sie haben uns alle in dieser Saison mit ihrem Speed beeindruckt. Ich bin sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch sie Weltmeister werden. Danke an alle im Team für diese Saison und die vergangenen fünf Jahre mit diesem Auto. Es ist großartig, mit euch zusammenzuarbeiten und sich stets auf ein schnelles und zuverlässiges Auto verlassen zu können.“
Martinš Sesks: „Zweieinhalb Jahre liegen hinter uns. Es war eine unglaubliche Erfahrung, ein Teil davon zu sein – ein Teil der Elite des Rallye-Sports. Wir haben große Höhen erlebt, aber auch Tiefpunkte durchschritten; doch wenn ich zurückblicke, glaube ich, dass es für die Zukunft sehr wertvoll war. Wir haben in diesem Sport bereits vieles ausprobiert; nun bleibt abzuwarten, was das nächste Jahr und die Zukunft bringen werden. Ich möchte mich einfach bei allen bedanken, die uns begleitet haben – und dann schauen wir mal, wie es weitergeht.“

Adrien Fourmaux: „Herzlichen Glückwunsch an Elfyn zum Titelgewinn und mein Mitgefühl für Oliver – seine Zeit wird noch kommen. Was mich betrifft: Ich habe zwar nicht ganz den erhofften ersten Sieg eingefahren, aber ich werde mich immer an Saudi-Arabien im letzten Jahr erinnern. Es war eine harte Saison, aber ich konnte einige schöne Podiumsplatzierungen erzielen. Die zwei Jahre am Steuer des Hyundai i20 N Rally1 und der Kampf an der Spitze waren fantastisch; wir hatten den nötigen Speed, besonders auf Schotter, und haben das Jahr trotz der Probleme, die wir in dieser Saison hatten, mit nur geringem Rückstand auf die Toyotas beendet. Ich möchte dem Team ein riesiges Dankeschön aussprechen; ich bin sehr stolz auf unsere Leistung.“
Takamoto Katsuta; „Ein großes Dankeschön an das gesamte Team, dass wir diese harte Rallye erfolgreich beenden konnten. Der Start war mit den Reifenschäden am Freitag extrem schwierig, aber am Ende haben wir Platz 6 erreicht und hatten Spaß bei der letzten Rallye mit diesem Auto – einem Fahrzeug, das so erfolgreich war, weil das gesamte Team enorm viel Arbeit hineingesteckt hat. Unsere Saison begann gut mit zwei Siegen, und auch wenn wir im Meisterschaftskampf nicht ganz mithalten konnten, war es großartig, das Duell zwischen meinen Teamkollegen bis in die letzten Kurven hinein zu verfolgen. Herzlichen Glückwunsch an Elfyn und Scott sowie an Oliver und Elliott und an Sami und Marko; sie alle haben fantastische Arbeit geleistet, und ich hoffe, dass ich mich auch in Zukunft mit ihnen messen kann.“
Josh McErlean: „Was für ein Saisonabschluss. Es war absolut beeindruckend, die Power Stage aus der Sicht eines Fans zu verfolgen und zu sehen, wie Elfyn und Scotty sich auf diese Weise die Meisterschaft sicherten. Aber genau das macht diesen Sport aus. Unsere Rallye lief eigentlich recht gut, bis wir am Samstagabend leider gegen einen Baum prallten. Das Team hat fantastische Arbeit geleistet und den Motor über Nacht unter großem Zeitdruck gewechselt. Es war ein Jahr voller Höhen und Tiefen; ich bin daher sehr dankbar, dass ich nun schon zwei Jahre in der Rally1-Klasse dabei bin. Mal sehen, was die Zukunft bringt – aber ich habe viele großartige Freunde gefunden und wunderbare Erinnerungen gesammelt.“
Der Saisonauftakt der Rallye Weltmeisterschaft 2027 erfolgt traditionell von 20. - 24. Jänner bei der Rallye Monte Carlo. |