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Foto:Toyota Gazoo WRT
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pfeil Sonntag, 06. Dezember 2020:
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WRC RALLY MONZA 2020

 

WRC Rallye Monza 2020: Sieg und Titel für Ogier / Ingrassia!

Sebastien Ogier / Julien Ingrassia triumphieren beim WM-Finale in Monza und holen sich den 7. Weltmeistertitel. Ott Tänak / Martin Järveoja und Dani Sordo / Carlos del Barrio komplettieren das Podium und sichern Hyundai somit den Hersteller-Titel!

Mads Östberg / Torstein Eriksen krönen sich im Citroen C3 R5 zu WRC-2 Champions, Jari Huttunen / Mikko Lukka triumphieren in der WRC-3 Meisterschaft (Hyundai i20 R5). Bei den Junioren sind Tom Kristensson / Joakim Sjöberg im Ford Fiesta Rally4 erfolgreich.

Text: Harald Illmer: Fotos ©: M-Sport, Hyundai Shell Mobis WRT, Toyota Gazoo WRT, Citroen Racing, Hyundai Motorsport

Tag 1: Sordo setzt sich an die Spitze!

Hyundai-Pilot Dani Sordo übernimmt in der finalen Sonderprüfung der spektakulären ersten Etappe der Rallye Monza die Führung vor Esapekka Lappi und Sebastien Ogier. Thierry Neuville schied im WM-Kampf vorzeitig aus.

Bereits am Donnerstag Nachmittag stand mit der knapp über 4 km langen Superspecial der Auftakt ins WM-Finale auf dem Programm. Wie anspruchsvoll und unglaublich selektiv die Sonderprüfungen auf gemischten Untergrund im Park von Monza sind, zeigte sich bereits am Shakedown am Vormittag. Sebastien Ogier setzte die erste Bestzeit vor . Doch auch die erste Prüfung forderte bereits ihre Opfer. Takamoto Katsuta verschätzte sich beim Anbremsen auf einen Wiesenweg und touchierte eine Betonmauer – die Lenkung am Toyota Yaris WRC kollabierte – für den Japaner war der erste Tag der Rallye Monza vorschnell beendet. Auch Thierry Neuville und Ole Christian Veiby hatten mit der rutschigen Strecke ihre Probleme – die Verbremser der beiden endeten jedoch nur in Plastikbarrieren – sie konnten ihre Fahrt ohne nennenswerten Zeitverlust fortsetzen.

Foto: Hyundai Shell Mobis WRT
Foto: Hyundai Shell Mobis WRT

Starker Regen verschärfte die Bedingungen am Freitag zusätzlich. Tiefe Wasserlacken sorgten auf den Schotter und Wiesenwegen für äußerst schwierige Bedingungen. Der Führende Sebastien Ogier verbremste sich im Schlamm und traf mit der linken Seite seines Toyota Yaris WRC einen Zaunpfosten. Der Motor starb ab, nach einigen Sekunden Standpause konnte der Franzose seine Fahrt fortsetzen. Thierry Neuville kam als nächster an besagte Stelle und auch der Belgier verschätzte sich. Deutlich heftiger Schlug der Hyundai i20 Coupe WRC in den Zaun ein. Mit deutlichen Kampfspuren am Boliden und knapp 30 Sekunden Zeitverlust konnte auch Neuville seine Fahrt fortsetzen. Auch für Ott Tänak verlief die Auftaktprüfung am Freitag Morgen problemlos: Die Fahrertür seines Hyundai i20 Coupe öffnete sich mehrmals und sorgte für Unruhe im Cockpit. Teemu Suninen glänzte im Ford Fiesta WRC mit Top-Zwischenzeiten, ein Problem am Motor bremste den Finnen im Verlauf der Prüfung stark ein. Dani Sordo legte eine fehlerfreie Fahrt hin und schnappte sich die Führung.

Andreas Mikkelsen spielte im Skoda Fabia Rally2 evo auf der nasskalten Prüfung mit dem Einsatz von Schneereifen einen besonderen Joker aus – der Mut wurde mit der 7. SP-Zeit mitten unter den WRC-Teams belohnt.

Foto:Toyota Gazoo WRT
Foto:Toyota Gazoo WRT

Beim Re-Run der Prüfung als SP 3 setzte von den WRC-Piloten als einziger Esapekka Lappi ebenso auf die Schneereifen und übernahm mit einer klaren Bestzeit die Gesamtführung. Auch Andreas Mikkelsen wiederholte seinen Geniestreich – Mit der vierten Zeit in SP 3 setzte sich der Norweger im Skoda Fabia Rally2 evo auf die 3. Position der Gesamtwertung! Gus Greensmith traf bei einer engen Toreinfahrt unglücklich einen Pfosten und zerstörte sich die Radaufhängung. Der Ford-Pilot musste den ersten Tag vorzeitig beenden. Greensmith's Teamkollege Teemu Suninen kämpfte sich hingegen weiter mit einem kapitalen Motorproblem durch die Prüfungen. Auch für Sebastien Ogier sollte die zweite Prüfung des Tages nicht optimal verlaufen. Nach der Durchfahrt durch eine tiefe Wasserlacke beschlug die Frontscheibe des Toyota Yaris WRC in Sekunden extrem stark. Mit stark verminderter Sicht musste sich Ogier einige Kilometer durch die Prüfung tasten, ehe die Sicht langsam wieder besser wurde.

Der immer stärker werdende Regen verschärfte die Bedingungen auf den Sonderprüfungen zunehmend. Ab der vierten Sonderprüfung setzen alle Top-Piloten auf den Einsatz der Schneereifen. Um den Fahrern im Hinblick auf die am Samstag zu erwartenden tief winterlichen Verhältnisse entgegen zu kommen, wurde das Kontingent von 8 auf 10 Schneereifen erweitert. Diese Option nutzten fast alle Piloten in SP4. Sebastien Ogier konnte wieder keine fehlerfreie Fahrt verzeichnen, der Toyota-Pilot verbremste sich bei einem Abzweig und verlor wertvolle Sekunden. Noch schlimmer sollte es Thierry Neuville erwischen: Der Belgier traf mit dem rechten Vorderrad einen Betonsockel und beschädigte sich seinen Boliden. In verlangsamter Fahrt wurde dem Hyundai-Piloten dann eine sehr tiefe Wasserlacke zum Verhängnis: Der Motor seines i20 Coupe WRC ging aus und ließ sich nicht mehr starten. Nur knapp konnte der hinter Neuville startende Ott Tänak das liegengebliebene Fahrzeug passieren. Eine Unterbrechung der Prüfung durch die Rote Flagge war notwendig.

Foto: Hyundai Motorsport
Foto: Hyundai Motorsport

Beim zweiten Durchgang dieser Sonderprüfung konnte Sebastien Ogier endlich die ersten Bestzeit des Tages verzeichnen, an der Spitze kämpften weiter Esapekka Lappi und Dani Sordo um die Führung.

Diese beiden sollten auch im Mittelpunkt des Interesses auf der finalen Sonderprüfung des Tages sein: Beide passierten eine Schikane nach Verbremsern nicht richtig und wurden spätabends noch mit einer 10s Zeitstrafe versehen. Dani Sordo schnappte sich in der finalen Prüfung die Führung von Esapekka Lappi. Knapp dahinter belegte Sebastien Ogier den dritten Zwischenrang. Elfyn Evans, Ott Tänak und Kalle Rovanperä komplettierten die Top-6. Diese trennten nur 14.8s.

In der WRC-2 Wertung dominierte Adrien Fourmaux lange Zeit das Geschehen, ehe ein Reifenschaden in SP 5 viel Zeit kostete. Pontus Tidemand beendete den 1. Tag somit als Gesamtführender, 6.8s dahinter Adrien Fourmaux. Mads Östberg folgte mit 12.4s Rückstand auf P3, 7.5s vor Jan Kopecky auf P4.

Die WRC-3 Wertung konnte Andreas Mikkelsen am ersten Tag klar für sich entscheiden. Die Skoda Markenkollegen Emil Lindholm und Oliver Solberg komplettierten die Top-4 nach SP 6.

Foto: M-Sport
Foto: M-Sport

Ergebnisse:

Stand nach dem 1. Tag:
01. Sordo / C. del Barrio, Hyundai i20 Coupe WRC 53:29.3
02. Lappi / Ferm Ford Fiesta WRC +1.0
03. Ogier / Ingrassia, Toyota Yaris WRC 2.0
04. Evans / Martin, Toyota Yaris WRC +7.1
05. Tänak / Järveoja, Hyundai i20 Coupe WRC +7.7
06. Rovanperä / Halttunen, Toyota Yaris WRC +14.8
07. Mikkelsen / Jaeger, Skoda Fabia Rally2 evo +54.2
08. Veiby / Andersson, Hyundai i20 Coupe WRC +1:04.3
09. Lindholm / Korhonen, Skoda Fabia Rally2 evo +1:46.7
10. Solberg / Johnston, Skoda Fabia Rally2 evo +1:47.9

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Foto:Toyota Gazoo WRT
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Tag 2: Ogier in Front, Vorentscheidung im Titelkampf?

Schnee, Eis und jede Menge Action: Die Wetterkapriolen am zweiten Tag der WRC Rallye Monza sorgten für viel Drama. Sebastien Ogier übernahm das Kommando, Elfyn Evans rutschte von der Strecke!

Text: Harald Illmer: Fotos ©: M-Sport, Hyundai Shell Mobis WRT, Toyota Gazoo WRT, Citroen Racing, Hyundai Motorsport

Überraschte Gesichter am Start der ersten Sonderprüfung am zweiten Tag der Rallye Monza: Präsentierten sich die Sonderprüfungen am Vorabend noch tiefst winterlich, sorgten deutliche Plusgrade und starker Regen in der Nacht für ein anderes Bild: nur mehr Schneereste am Straßenrand ließen die winterlichen Bedingungen erahnen.

Auf den höheren Abschnitten sollte jedoch überfrierender Schneematsch für äußerst rutschige Bedingungen sorgen. Als erster wurde dies Kalle Rovanperä zum Verhängnis: Nach einem Einschlag in die Böschung und einem Dreher konnte Rovanperä die Fahrt fortsetzen. Sebastien Ogier zeigte seine große Erfahrung auf dieser äußerst schwierigen Sonderprüfung. Der Toyota Pilot holte sich die Bestzeit und übernahm die Führung von Dani Sordo. Nach einem Unfall von Martin Seks wurde die Prüfung abgebrochen.

Foto: Hyundai Shell Mobis WRT
Foto: Hyundai Shell Mobis WRT

Trotz deutlich niedrigerer Seehöhe zeigte sich auch die zweite Prüfung des Tages rutschig. Takamoto Katsuta hatte bei einem Dreher das Glück auf seiner Seite, schlechter erwischte es Ole Christian Veiby: Nach einem Verbremser verzichtete der Norweger auf ein kurzes Zurücksetzen und probierte seine Fahrt durch eine verschneite Wiese fortzusetzen. Das Gefälle erwies sich jedoch als zu steil – nur dank Hilfe des Streckenpersonals konnte Veiby nach mehr als 3 Minuten aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Sebastien Ogier nahm in SP 8 etwas zuviel Tempo heraus, verlor 5.8s auf Dani Sordo und musste den Spanier in der Gesamtwertung wieder ziehen lassen.

Mit einer Passüberquerung auf knapp 1400m Seehöhe sollte die zehnte Prüfung die schwierigsten Bedingungen auf der Vormittagsschleife für die Teams bereitstellen.

Die rutschige Passüberfahrt mit Schnee auf der Strecke sollte die mit Schneereifen ausgerüsteten Teams bevorteilen, auf der steilen Abfahrt mit zahlreichen Kehren schlugen die mit Regenreifen bestückten Boliden jedoch zurück: Elfyn Evans setzte knapp vor Teamkollegen Sebastien Ogier die Bestzeit. Für Ott Tänak blieb nach klarer Zwischenbestzeit auf der Passhöhe im Ziel nur die Drittschnellste SP-Zeit. Dani Sordo konnte das Tempo des Toyota-Duo an der Spitze nicht mitgehen und musste in der Gesamtwertung nun wieder Sebastien Ogier den Vortritt geben.

Als Gesamtführender mit einem Vorsprung von 6.7s auf Dani Sordo erreichte der Toyota-Pilot den mittäglichen Service in Monza. Nur 0.8s dahinter lauerte jedoch bereits Elfyn Evans.


Foto: M-Sport

Entgegen den Vorhersage setzte in der Mittagspause vor der zweiten Schleife auf den Prüfungen wieder starker Schneefall ein. Je weiter in der Prüfung, desto winterlicher präsentierte sich der zehnte Wertungsabschnitt. Auf einem schnellen Bergabstück verschätzte sich Gus Greensmith und touchierte die Leitplanke. Der Ford Fiesta WRC traf auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Felsen und überschlug sich über eine weitere Leitplanke den Abhang hinunter. Greensmith und sein Copilot konnten dem Wrack unverletzt entsteigen. Wenige Minuten später erreichte Ole Christian Veiby den Unfallort. Der Norweger verlor ebenso die Kontrolle über sein Fahrzeug und zerstörte den Hyundai i20 Coupe WRC nachhaltig. Auch Veiby / Andersson überstanden den schweren Crash unverletzt, das Wrack blockierte jedoch die Sonderprüfung – ein Abbruch war unausweichlich.

Extreme Bedingungen überraschten die Piloten in der zweiten Hälfte der elften Sonderprüfung. Takamoto Katsuta hatte als erstes Fahrzeug in der Prüfung Glück bei einem Dreher, weniger vom Glück verfolgt war dessen Teamkollege Elfyn Evans. Im Kampf um den WM-Titel riskierte der Toyota-Pilot zuviel und flog mit seinem Yaris WRC von der Strecke. Der Abhang war zu steil – ein Zurückkommen auf die Strasse unmöglich. Im Kampf um den Titel könnte hier eine Vorentscheidung gefallen sein. Als Sebastien Ogier die Unfallstelle erreichte, hatte dieser trotz Warnung durch Evans am Straßenrand alle Hände voll zu tun, seinen Boliden auf der Straße zu halten. Ogier nahm sofort Tempo raus, konnte jedoch trotzdem die Bestzeit setzen und seine Führung vor Dani Sordo klar ausbauen. Unweit von Evans gestrandeten Boliden touchierte Adrien Fourmaux bei einem Dreher eine Felswand – auch für den WRC-2 Piloten war der Tag vorzeitig beendet.

Foto: Hyundai Motorsport
Foto: Hyundai Motorsport

Die zwölfte Sonderprüfung musste aufgrund der mittlerweile tiefst winterlichen Verhältnisse besonders auf den höher gelegenen Abschnitten aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Eine Notfallversorgung im Falle eines Unfalles durch Ambulanzfahrzeuge oder Rettungshubschrauber war durch die widrigen Wetterumstände nicht mehr durchführbar.

Auf der finalen Sonderprüfung des zweiten Tages im Monza Park ließen die Führenden nichts mehr anbrennen. Sebastien Ogier erreichte das Etappenziel mit einem Vorsprung von 17.8s auf Dani Sordo. Ott Tänak beendete den Samstag auf P3 der Zwischenwertung (+22.1). Esapekka Lappi, Kalle Rovanperä und Andreas Mikkelsen komplettierten die Top-6 nach SP 13.

In der WRC-2 Wertung erreichte Mads Östberg das Etappenziel als Führender. Mit einem Rückstand von 30.9s belegte Pontus Tidemand den zweiten Rang, vor Jan Kopecky auf P3 (+1:11.4).

Die WRC-3 Wertung führte Andreas Mikkelsen am Ende der 2. Etappe mit 14.3s Vorsprung auf Oliver Solberg an. Jari Huttunen belegte den dritten Zwischenrang (+56.0).

Foto:Citroen Racing
Foto:Citroen Racing

Am Finaltag stehen noch drei Sonderprüfungen im Monza Park auf dem Programm.


Ergebnisse:

Stand nach dem 2. Tag:
01. Ogier / Ingrassia, Toyota Yaris WRC 1:47:47.2
02. Sordo / C. del Barrio, Hyundai i20 Coupe WRC +17.8
03. Tänak / Järveoja, Hyundai i20 Coupe WRC +22.1
04. Lappi / Ferm Ford Fiesta WRC +38.2
05. Rovanperä / Halttunen, Toyota Yaris WRC +1:10.1
06. Mikkelsen / Jaeger, Skoda Fabia Rally2 evo +3:20.6
07. Solberg / Johnston, Skoda Fabia Rally2 evo +3:34.9
08. Huttunen / Lukka, Hyundai i20 R5 +4:08.9
09. Östberg / Eriksen, Citroen C3 R5 +4:39.0
10. Lindholm / Korhonen, Skoda Fabia Rally2 evo +5:06.6

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Foto:Toyota Gazoo WRT
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Tag 3: Sieg und Titel für Ogier / Ingrassia!

Sebastien Ogier / Julien Ingrassia triumphieren beim WM-Finale in Monza und holen sich den 7. Weltmeistertitel. Ott Tänak / Martin Järveoja und Dani Sordo / Carlos del Barrio komplettieren das Podium und sichern Hyundai somit den Hersteller-Titel.

Text: Harald Illmer: Fotos ©: M-Sport, Hyundai Shell Mobis WRT, Toyota Gazoo WRT, Citroen Racing, Hyundai Motorsport

Drei Sonderprüfung sollten am Finaltag des grandiosen WM-Finales im Rahmen der ACI Rallye Monza 2020 noch zu absolvieren sein. Zur Abwechslung einmal niederschlagfreies Wetter begrüßte die Teams am Sonntag Morgen. Der dritte Durchgang der Grand Prix Prüfung sollte ohne Überraschungen über die Bühne gehen. Einzig die verschiedene Wahl der Reifen sollte eine klare Rolle spielen, auf der reinen Asphaltprüfung waren die Piloten, welche auf Regenreifen setzten gegenüber denen welche auf Schneereifen vertrauten klar im Vorteil. Sebastien Ogier baute seine Führung mit einer weiteren Bestzeit weiter aus, Ott Tänak konnte dank richtiger Bereifung in der Gesamtwertung an Dani Sordo vorbeiziehen.

Foto: Hyundai Shell Mobis WRT
Foto: Hyundai Shell Mobis WRT

Pünktlich zur 15. Sonderprüfung setzte wieder Regen ein. Tiefer Schlamm, zahlreiche tiefe Wasserlacken sorgten auf den bereits stark ausgefahrenen Streckenabschnitten für äußerst schwierige Verhältnisse. Der Führende Ogier riskierte nun nichts mehr und versuchte den Toyota Yaris WRC sicher ins Ziel der Sonderprüfung zu bringen. Dani Sordo konnte dank einer Bestzeit in SP 15 den zweiten Rang in der Gesamtwertung zurückerobern. Nur 0.2s trennten die beiden Hyundai-Teamkollegen vor der finalen Sonderprüfungen.

Mit einem Vorsprung von 20.8s auf Dani Sordo und 21.0s auf Ott Tänak startete der Führende Sebastien Ogier in die finale Powerstage. Der Franzose ließ nichts mehr anbrennen und konnte mit seinem Co-Piloten Julien Ingrassia den vielumjubelten 7. Weltmeistertitel feiern.

Starker Regen sorgte auf der letzten Prüfung für sehr schlechte Bedingungen, auch die beiden Hyundai-Piloten entschieden sich für die sichere Variante und fuhren den Hersteller-Titel sicher nach Hause. Dani Sordo ließ Ott Tänak dabei den Vortritt am Podium. Esapekka Lappi und Kalle Rovanperä komplettierten die Top-5 im Ziel. Takamoto Katsuta konnte auf der Powerstage seinen allerersten SP-Sieg bei einem WM-Lauf feiern.

In der WRC-2 Wertung konnte Mads Östberg mit dem Sieg bei der Rallye Monza seinen allerersten FIA WM-Titel fixieren. In der WRC-3 Wertung ließ sich Jari Huttunen die Chance auf den Titel ebenso nicht mehr nehmen und beendete die Rallye auf dem 8. Gesamtrang. Hinter den beiden schnellsten WRC-2 Piloten bei der Rallye Monza: Andreas Mikkelsen auf dem tollen 6. Gesamtrang und Oliver Solberg auf P7.

Foto: M-Sport
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Ergebnisse:

Endstand:
01. Ogier / Ingrassia, Toyota Yaris WRC 2:15:51.0
02. Tänak / Järveoja, Hyundai i20 Coupe WRC +13.9
03. Sordo / C. del Barrio, Hyundai i20 Coupe WRC +15.3
04. Lappi / Ferm Ford Fiesta WRC +45.7
05. Rovanperä / Halttunen, Toyota Yaris WRC +1:11.1
06. Mikkelsen / Jaeger, Skoda Fabia Rally2 evo +3:56.2
07. Solberg / Johnston, Skoda Fabia Rally2 evo +4:12.1
08. Huttunen / Lukka, Hyundai i20 R5 +5:15.4
09. Östberg / Eriksen, Citroen C3 R5 +5:27.4
10. Tidemand / Barth, Skoda Fabia Rally2 evo +5:53.0

Wichtigste Ausfälle u.a.: Thierry Neuville, Teemu Suninen, Gus Greensmith, Ole Christian Veiby, Umberto Scandola, Gregoire Munster, Martin Sesks, Fabio Andolfi, Frederic Roussel,...

Bestzeiten: Dani Sordo – 5, Sebastien Ogier – 4, Elfyn Evans – 2, Esapekka Lappi – 1, Umberto Scandola – 1, Takamoto Katsuta – 1

Foto: Hyundai Motorsport
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WM-Endstand Fahrer: 01. Ogier - 122, 02. Evans - 114, 03. Tänak - 105. 04. Neuville - 87, 05. Rovanperä - 80, 06. Lappi - 52, 07. Suninen - 44, 08. Sordo - 42, 09. Breen - 25. 10. Loeb - 24

WM-Endstand Hersteller: 01. Hyundai Shell Mobis WRT - 241, 02. Toyota Gazoo Racing WRT - 236, 03. M-Sport Ford WRT - 129, 04. Hyundai 2C Competition - 8

 


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