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Dienstag, 18. Dezember 2012:
ORM / ERC Vorschau Jänner Rallye, 03.-05.01.2013:
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Saisonauftakt im Mühlviertel!

Ein hochkarätiges Fahrerfeld zeichnet die 30. Jännerrallye 2013 aus. Die tschechische Elite wird von Österreichs Spitzenpiloten gefordert. Der Geheimfavorit auf den Sieg in Freistadt kommt aber aus Frankreich.

Mit der Jänner Rallye rund um Freistadt startet die neue Rallye Europameisterschaft, die Österreichische Staatsmeisterschaft sowie die Tschechische Meisterschaft von 03.-05.01. in die Saison 2013. Ein Rekordstarterfeld mit nicht weniger als 14 S2000-Teams und zahlreichen internationalen Toppiloten nimmt den Klassiker in Angriff.

Topstars unter sich:

Ein hochkarätiges Fahrerfeld zeichnet die 30. Jännerrallye 2013 aus. Die tschechische Elite wird von Österreichs Spitzenpiloten gefordert. Der Geheimfavorit auf den Sieg in Freistadt kommt aber aus Frankreich.

Mit der Jännerrallye 2013 geht die österreichische Meisterschaft in eine neue Saison genauso wie das tschechische Championat, zu dem das Motorsport-Highlight im Mühlviertel traditionell wiederum zählt. Angelockt werden jedoch die Topstars unter Europas Rallye-Assen durch den Umstand, dass die Jännerrallye gleichzeitig den Auftakt zur ERC, der European Rallye Championship bildet.

Und im Zuge dessen wird sich nicht nur die tschechische, sondern auch Österreichs Elite durch die Gegend rund um Freistadt jagen. So kommt es zum pikanten Duell der Meister beider Länder zwischen Raimund Baumschlager und Jan Kopecky, die beide im Skoda Fabia S2000 sitzen.

Baumschlager konnte die Jännerrally schon drei Mal gewinnen, Kopecky ist nach seinem Sieg im heurigen Jahr Titelverteidiger. Doch aus rotweißroter Sicht machen sich auch der entthronte und deshalb topmotivierte Ex-Meister Beppo Harrach (Mitsubishi Evo IX) sowie der zuletzt immer stärker gewordene Mario Saibel (Mitsubishi Evo X) und Kris Rosenberger im VW Polo S2000 berechtigte Hoffnungen auf Spitzenplatzierungen.

Die S2000-Fraktion im Mühlviertel wird hauptsächlich von tschechischen Piloten gebildet. Dies dafür aber von den allerbesten. Pavel Valousek kommt mit seinem Peugeot 207, Jaromir Tarabus, Antonin Tlustak und Roman Odlozilik mit ihren Skodas. Nicht zu vergessen der ebenfalls schon dreifache Jännerrallye-Triumphator (2005, 2007, 2008) Vaclav Pech mit dem Mini Cooper. Und auch der tschechische 2WD-Meister Jan Cerny will mit einem Skoda Fabia im Konzert der Großen mitspielen.

Sie alle müssen sich jedoch in Acht nehmen vor dem geheimen Favoriten Bryan Bouffier. Der 34-jährige Peugeot-S2000-Pilot hat mit dem ehemaligen französischen Rallye-Ass Philippe Bouffier einen namhaften Vater, der ihm auch die Weichen für seine Profikarriere stellte. Diese erreichte nach starken Vorstellungen in der französischen Meisterschaft 2006 einen ersten Höhepunkt, als Bryan Bouffier die Rallye Antibes Cote d’Azur gewinnen konnte. Ein Jahr darauf gewann er vier von sechs Rallyes in der polnischen Meisterschaft und sicherte sich dort den Titel. Diesen verteidigte er auch 2008 und 2009, ehe ihn dann 2010 wieder die französische Meisterschaft lockte. Dort prolongierte Bouffier seinen Siegeszug und krönte sich mit drei Siegen und drei weiteren Podiumsplätzen auch in seinem Heimatland erstmals zum Staatsmeister. 2011 bestritt Bryan Bouffier seine erste komplette Saison in der Intercontinental Rally Challenge (IRC), wo er zum Einstand gleich die Rallye Monte Carlo gewinnen konnte. Nach einem zweiten Platz in Yalta (Ukraine) und zwei dritten Plätzen in San Remo und Schottland beendete er die IRC auf dem guten fünften Platz.

Ein weiterer Franzose mit Sieger-Gen im Starterfeld ist sicherlich Francois Delecour im Peugeot 207 S2000. Der 50-jährige WRC-Held vergangener Tage hatte seinen Karriere-Höhepunkt im Jahr 1993, als er sich trotz drei WM-Siegen (Portugal, Korsika, Spanien), zwei zweiten Plätzen (Monte Carlo, Neuseeland) und einem dritten Rang (San Remo) ganz knapp dem Finnen Juha Kankkunen in der Gesamtwertung geschlagen geben musste.

Im Jahr darauf feierte Delecour in Monte Carlo seinen vierten und bislang letzten Sieg in einem WM-Lauf, doch mit einigen Podestplätzen blieb er im Geschäft und hat bis heute nichts von seinem guten Ruf als absoluter Spitzenpilot verloren.

Für weitere Begeisterung unter den Rallye-Nostalgikern wird in Freistadt wieder Stig Blomqvist sorgen. Der schwedische Rallye-Weltmeister des Jahres 1984 bringt im Mühlviertel einen Mitsubishi Evo IX zum Einsatz.

Ein hochinteressanter Mann ist auch Kajetan Kajetanowicz. Der 32 Jahre alte Pole ist Meister seines Landes der letzten drei Jahre und wird einen Subaru Impreza durchs Mühlviertel jagen.

Absolut Jännerrallye-bekannt ist Jaroslav Orsak. Heuer fuhr der Tscheche hinter dem 2013 fehlenden Manfred Stohl auf den achten Platz. Allerdings ist der Draufgänger im Mitsubishi Evo IX - wie zahlreiche Internet-Auftritte belegen - auch jederzeit für spektakuläre Abflüge gut.

Konstanz gepaart mit Routine versprechen hingegen Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser. Das in Freistadt immer wieder gerne gesehene Duo kommt mit einem Mitsubishi Evo X. Vier deutsche Meistertitel (1995, 2003, 2007, 2008), drei Gesamtsiege im Mitropacup (2007, 2008, 2010) und ein österreichischer Staatsmeistertitel in der Gruppe N (2005) sind nur Auszüge aus der Erfolgsstatistik der beiden Bayern.

Aus nationaler Sicht gilt die Aufmerksamkeit im Mühlviertel natürlich immer wieder den Protagonisten aus der Gegend rund um Freistadt, die diesmal auch um ERC-Punkte mitfighten. Was die Kombination aus Talent und Streckenkenntnis bewirken kann, haben beispielsweise David Glachs und Martin Fischerlehner 2011 eindrucksvoll bewiesen, als sie mit ihren Mitsubishi Evo V die Favoriten sogar mit SP-Bestzeiten verwirrten und lange Zeit vorne mithalten konnten. Beide Piloten lenken bei der Jännerrallye 2013 einen Mitsubishi Evo IX, wobei bei Fischerlehner die Freude besonders groß ist. Durch die tatkräftige Unterstützung von Schlager Rallye Sport konnte der ehemalige Radsport-Profi nämlich ein Auto vom WM-erprobten tschechischen K.I.T. Racing Team an Land ziehen.

Bereits zum „Jännerrallye-Inventar“ gehört Ernst Haneder. Der 41-jährige Bäckermeister aus St. Oswald bei Freistadt zählt nicht nur seit Jahren zu den Unterstützern der Rallye, sondern vermag mit seinem Mitsubishi Evo IX stets seine Fans zu begeistern bzw. sogar in den Top ten mitzumischen. Ebenso übrigens wie der Pregartner Johannes Keferböck (im Mitsubishi Evo IX) und der Steirer Mario Klammer (der vom Opel Corsa in einen Subaru Impreza aus dem Hause Stengg rochiert).

Zweifellos spannend wird in Oberösterreich auch die immer beliebter, weil immer attraktiver werdende 2WD-Klasse verlaufen. Dort versuchen heuer mit Hermann Neubauer (Suzuki Swift 1600) und Hannes Danzinger (Renault Clio) zwei der hoffnungsvollsten Rallyefahrer Österreichs auf internationalem Parkett Fuß zu fassen. Sie bestreiten ihre Saison ausschließlich im Rahmen des ERC-Kalenders, weshalb man den Salzburger bzw. Niederösterreicher 2013 wohl nur bei der Jännerrallye auf heimischem Boden in Aktion sehen wird. Dadurch steigen die Chancen auf den österreichischen Titel in dieser Kategorie für Michael Böhm. Der 38-jährige Niederösterreicher bestreitet das kommende Jahr komplett im Suzuki Swift Super 1600 und sucht zumindest im Mühlviertel das internationale Duell mit Danzinger und Neubauer. Mitmischen will in diesem Dreikampf auch Raffael Sulzinger. Der 27-jährige Passauer im Ford Fiesta ist aktueller ADAC Junior Champion in Deutschland und auch in Österreich als Staatsmeister der Division III im Jahr 2010 kein Unbekannter. Gefahr könnte hier aber auch vom Russen Anton Titov (Citroen DS3) und vom bekannten Slowenen Rok Turk drohen.

In den nicht zur European Rallye Championship zählenden Klassen 12 und 14 (nationale Division P2) werden den Enthusiasmus der Motorsport-Liebhaber Christof Klausner und Niki Glisic zu schüren wissen. Der Steyrer Klausner wirft seinen Audi Urquattro in die Schlacht, den er im Jahr 2005 von einem Schrotthändler in Salzburg um 4000 Euro erstanden hat. Seither hat er rund 70.000 Euro in den legendären Rallye-Boliden gesteckt. Und wenn Drift-Spezialist Glisic seinen BMW M3 durch die Kurven im Mühlviertel wirft, schlägt sowieso jedes Rallye-Herz im Grenzbereich. Ein toller Aufputz kommt hier noch aus Deutschland dazu. Aaron Burkhardt, der Rallye-Juniorenweltmeister 2010, hat seinen Jännerrallye-Auftritt mit einem Lancia Delta Integrale zugesagt.

Stimmen der Piloten bei der Pressekonferenz in Linz:

Raimund Baumschlager: „Die Jännerrallye ist eine wahnsinnig schwierige Rallye. Ich bin schon so lange hier dabei, aber es gelingt mir immer wieder, einen Fehler einzubauen. Das zu verhindern muss unser Ziel sein. 150.000 Zuschauer werden uns wieder pushen. Ich werde wiederum alles geben, denn vieles von unserem Budget steckt in der Jännerrallye. Die Tests sind gut verlaufen, und unser Skoda ist ausgereizt bis ins Letzte. Aber das Starterfeld ist wirklich enorm stark, wenn wir da vorne dabei sein wollen, muss uns schon Außergewöhnliches gelingen.“

Beppo Harrach: „Wir sind hier immer sehr gut unterwegs gewesen. Im Feld der S2000-Autos halten wir die Fahnen der Gruppe-N-Boliden hoch. Aber wenn unser Auto gut läuft, sind wir konkurrenzfähig. In Anbetracht des starken Starterfeldes werden wir uns darauf konzentrieren, vor allem Raimund Baumschlager einen harten Kampf zu liefern. In den letzten zwei Jahren waren wir vor ihm, wenn uns das diesmal auch gelingt, sind wir zufrieden.“

Hermann Neubauer: „Mein Ziel war es immer, eine ganze Saison international zu fahren. Für 2013 schaut es momentan so aus, als ob das möglich wäre. Sechs Starts hätte ich im Plan. In Österreich wird die Jännerrallye mein einziger Start sein. Mit dem Suzuki vom Max Zellhofer bin ich schon vertraut, weil ich das Auto ja schon einmal im Rahmen der Staatsmeisterschaft gelenkt habe. Mit Hannes Danzinger im Renault Clio, der nächstes Jahr ebenfalls international unterwegs sein wird, habe ich einen sehr starken Gegner. Er ist mein Freund und wird mein Gradmesser sein.“

David Glachs: „Ich bin heuer vom Evo V auf einen Mitsubishi Evo IX gewechselt. Das ist ein völliges Neuland für uns. Mit so einem starken Auto hoffen wir, konkurrenzfähig zu sein. Schau‘n wir mal, was es wird.“

Martin Fischerlehner: „Auch wir haben ein Evo-IX-Projekt auf die Füße stellen können. Ich bin erst vier Kilometer mit diesem Auto gefahren, wir sind also noch am Lernen der neuen Technik. Das Wetter wird wie immer in Freistadt eine große Rolle spielen. Aber ich setz‘ mich ins Auto und fahre mal drauf los. Rein rechnerisch müssten wir mit diesem Auto schneller sein als mit dem Evo V.“

Ernst Haneder: „Ich habe mir heuer mehr Zeit für die Vorbereitung genommen. Das Auto wird von Baumschlager Racing betreut, meine Beifahrerin wird Daniela Ertl sein, das waren meine Wunschkandidaten. Ich werde wie immer mein Bestes geben.“

Michael Böhm:
„Ich fahre die nächste Saison mit einem Suzuki 1600 aus dem Hause Max Zellhofer. Unser Ziel ist klipp und klar der Meistertitel in der 2WD-Klasse. Ich bin schon gespannt, welche Witterungsbedingungen uns im Mühlviertel erwarten werden.“

Raffael Sulzinger: „Ich bin ein halber Deutscher und ein halber Österreicher. Deshalb weiß ich noch nicht genau, in welche Richtung unsere Saison 2013 gehen wird. Für Ford Österreich sind wir jetzt einmal bei der Jännerrallye mit einem Fiesta unterwegs. Da liegen wir zwar kräftemäßig hinter den anderen 2WD-Konkurrenten, aber ich denke, wenn uns die Wetterbedingungen ein wenig entgegenkommen, ist schon ein bissel was drinnen. “

Niki Glisic: „Mein Auto ist 26 Jahre alt. Ich werde mit einem tschechischen Copiloten unterwegs sein. Das klingt nach Abenteuer und wird wohl auch eines werden. Aber wir freuen uns darauf, weil die Jännerrallye immer wieder ein einzigartiges Flair hat.“

RC Mühlviertel begrüßt bei 30. Jännerrallye insgesamt 91 Teams:

Die Europameisterschaft bringt im Jubiläumsjahr 11 Nationen nach Freistadt. 49 ausländische Teams stehen 42 heimischen Mannschaften gegenüber. 1 FIA- und 17 nationale Prioritätsfahrer kämpfen um Championspunkte.

Der erste Europameisterschaftslauf des neuen Promotors Eurosport in Freistadt zählt sowohl zur tschechischen als auch zur heimischen Rallyemeisterschaft. Dies schlägt sich auch in einem sehr interessanten Nennergebnis nieder. 91 Mannschaften aus elf Nationen (Österreich 42, Tschechien 23, Deutschland 8, Italien 5, Ungarn 4, Frankreich 3, Belarus 2, Polen, Schweden, Russland und Slowenien je 1) werden bei diesem Klassiker dabei sein.

Mit Vorjahressieger Jan Kopecky kommt ein FIA Prioritätsfahrer sowie weitere 17 nationale Prioritätspiloten der einzelnen Automobilverbände. 49 Gästemannschaften aus dem Ausland werden von 42 Teams aus Österreich gejagt werden.

In der Klasse 2 ( S2000-Rally: 1600ccm Turbomotor mit 30 mm Restriktor S2000-Rally: 2000ccm Saugmotor. R4 und R5) werden 20 Autos starten. Die Klasse 3 (Gruppe N, über 2000 ccm) sieht 22 Autos auf der Nennliste. In der Klasse 5 (Gruppe A über 1600 ccm bis 2000 ccm) und in der Klasse 6 (Gruppe A, R2B und Kit Cars über 1400 ccm bis 1600 ccm) sind jeweils 5 Autos am Start.

Zwei Nennungen liegen in der Klasse 8 (Gruppe N, über 1600 ccm bis 2000 ccm) vor, in der Klasse 9 (Gruppe N und R1B über 1400 ccm bis 1600 ccm) sind es 3 Teams.

Dazu kommt noch die nationale Klasse 12 (Fahrzeuge der Gruppe H/A und H/N (gemäß techn. Reglement der OSK), 12.1 2WD-Fahrzeuge,ohne Hubraum-unterteilung und 12.2 4WD-Fahrzeuge,ohne Hubraumunterteilung) mit 29 Autos hauptsächlich aus dem Mühlviertel mit den Schwerpunkten Perg und Freistadt. Die Klasse 14 (Historische Fahrzeuge, welche zwischen dem 01.01.1962 und dem 31.12.1981 hergestellt / homologiert wurden, über einen historischen FIA / OSK-HTPWagenpass verfügen und den Bedingungen des „Anhang Klasse 3 Gruppe N, über 2000 ccm) weist 5 Nennungen auf.

Um Europameisterschaftspunkte kämpfen bei diesem ersten Lauf insgesamt 57 Teilnehmer. 77 Teams versuchen Punkte für die österreichische Meisterschaft einzufahren und 24 Piloten kümmern sich um den Punktestand im tschechischen Championat.

In der Markenstatistik liegt Mitsubishi mit 30 Autos voran, gefolgt von Subaru mit 10, Skoda und Peugeot mit je sieben Autos, jeweils vier Autos sieht man von Citroen, Honda, Audi und BMW, dann kommen VW und Suzuki mit je drei. Renault, Ford, Lancia und Mazda sind je zweimal vertreten. Einmal sieht man die Marken Opel, Lada, Talbot, Porsche, Seat und Nissan.

Auch Freistädter Wirtschaft wärmt bereits für die Jänner Rallye 2013 auf:

WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss rechnet mit rund 4,5 Mio. Euro „Rallye-Umsatz“ für die gesamte Region.

Sie ist nicht nur das absolute Highlight im oö. Sportkalender des Jahres 2013, mit der 30. Auflage der Jänner Rallye vom 3. bis 5. Jänner steigt die Region um Freistadt auch wirtschaftlich wieder voll aufs Gas, freut sich WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss als oberste Repräsentantin der Freistädter Wirtschaft bereits auf die Ankunft der ersten Rallyeteams mit ihren Boliden.

Hat schon die letzte Rallye einen Wertschöpfungsrekord von ca. 3,5 Mio. Euro und etwa 7000 zusätzliche Nächtigungen in die Region gebracht, so zeigt sich Lackner-Strauss zuversichtlich, dass die Jänner Rallye 2013, die als EM-Auftakt erneut internationale Spitzenteams ins Mühlviertel lockt, dieses tolle Ergebnis noch toppen kann.

Abgesehen davon, dass diese Motorsportveranstaltung in der sonst ruhigeren Nachweihnachtszeit bei den regionalen Beherbergern für „Full-House“ sorgt, profitieren auch andere Wirtschaftsbereiche als Hotellerie und Gastronomie sehr wesentlich vom Rallye-Tross und dem Ansturm der mehr als 120.000 erwarteten Rallyefans aus dem In- und Ausland. Nutznießer dieses internationalen Drift-Events sind im Rallyezentrum Freistadt sowie im Umfeld der jeweiligen Sonderprüfungsstrecken auch die Lebensmittelhändler, Bäcker, Fleischer, Tankstellen und Trafikanten, ebenso aber auch die involvierten Vereine und Körperschaften wie Feuerwehren etc. Im Schnitt lässt der Tagesgast 33 Euro in der Region, bei Nächtigungsgästen geht man von durchschnittlichen 85 Euro aus.

Lackner-Strauss errechnet aus dem erwarteten Besucheransturm somit einen Rallye-Umsatz von rund 4,5 Mio. Euro für die Region. Nicht unerwähnt lässt die WKO-Obfrau auch die rund 300.000 Euro Umsatz, die vom Veranstalter für Druck, Werbung, Zeltverleih etc. in Auftrag gegeben werden.

Was sich gar nicht in konkreten Zahlen ausdrücken lässt, ist darüber hinaus der Werbewert für die Region Mühlviertel. Unter den zahlreichen Rallye-Besuchern befinden sich alljährlich ja auch nahezu 200 nationale und internationale Medienvertreter, die mit ihren Berichten und Beiträgen in Print, Hörfunk und TV auch die Urlaubsregion Mühlviertel „mittransportieren“. Allein mit der Eurosport-Kooperation, die der Rallye-Veranstalter für die Jänner Rallye 2013 vereinbart hat, wird dieses Motorsportspektakel und mit ihr die Region Freistadt in 120 Mio. TV-Haushalte übertragen. Und auch jeder Rallye-Teilnehmer und –Besucher nimmt seine Eindrücke von diesem landschaftlich attraktiven Teil Oberösterreichs mit nach Hause, verweist Lackner-Strauss auf diese nicht zu unterschätzenden „Nebenwirkungen“ der Jänner Rallye.

Die zwölf Rallyegemeinden der 30. Int. Jänner-Rallye 2013:

Bilden einen wesentlichen Bestandteil um den Event durchführen zu können. Sind ganz wichtige Partner für die gesamte Sicherheit entlang der Strecke.

Den Gemeinden, an der Spitze den Bürgermeistern, gilt für das Engagement bei der 30. Jänner Rallye vonseiten des RC Mühlviertel besonderer Dank und Anerkennung. Mit dieser Tatsache tragen sie wesentlich dazu bei, dass vor allem die Sicherheit gewährleistet ist. Als echte Rallyegemeinden dürfen wir vor den Vorhang bitten:

Rallye-Gemeinden: Gutau, Pierbach, Schönau, Tragwein, St. Oswald, Liebenau, Bad Zell, Unterweißenbach, St. Leonhard, Königswiesen, Pregarten, Freistadt

Die Grundidee der Einbindung dieser Gemeinden in die Jänner-Rallye ist es, ihnen die Selbstvermarktung im Rallyegebiet selbst zu überlassen.

Die Gemeinden sind für die Veranstalter des Events wichtige Partner. Dies trifft in besonderem Maß auf diverse Sicherheitspunkte zu. So werden mit Hilfe der ansässigen Feuerwehren die diversen Zuschauerzonen abgesichert, Parkplätze überwacht und Verkehrsströme geleitet.

Einen ganz wesentlichen Punkt stellt die Verköstigung der vielen Rallyefans dar. So werden in den Zuschauerzonen diverse Stände aufgestellt, die vom Essen bis zu den Getränken alles zur Verfügung haben, um den Fans den Aufenthalt im Mühlviertel so angenehm wie möglich zu gestalten.

Zeitplan 30. Int. Jänner Rallye 2013:

Freitag, 04. Jänner 2013:
07.30 Uhr Freistadt Start
08.21 Uhr SP 1 Pierbach 18,99 Kilometer
09.24 Uhr SP 2 Liebenau 10,22 Kilometer
10.10 Uhr SP 3 St. Oswald 8,68 Kilometer

10.40 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
11.15 Uhr Service Out Freistadt
12.06 Uhr SP 4 Pierbach 18,99 Kilometer
13.09 Uhr SP 5 Liebenau 10,22 Kilometer
13.55 Uhr SP 6 St. Oswald 8,68 Kilometer

14.25 Uhr Regrouping In, Freistadt, Messehalle
15.25 Uhr Service Out Freistadt
15.52 Uhr SP 7 Pregarten 8,80 Kilometer
16.35 Uhr SP 8 Schönau – St. Leonhard 22,95 Kilometer

17.45 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
18.20 Uhr Service Out Freistadt
18.47 Uhr SP 9 Pregarten 8,80 Kilometer
19.30 Uhr SP 10 Schönau - St. Leonhard 22,95 Kilometer

20.40 Uhr Servicezone In, Freistadt, Messegelände
22.45 Uhr Ende der 1. Etappe, Parc Ferme In, Freistadt Messehalle

Samstag, 05. Jänner 2013:
6.50 Uhr Start zur 2. Etappe, Freistadt Messegelände, Parc Ferme Out
7.38 Uhr SP 11 Gutau 8,27 Kilometer
8.35 Uhr SP 12 Unterweissenbach 13,53 Kilometer
9.10 Uhr SP 13 Arena Königswiesen 7,79 Kilometer

10.20 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
10.55 Uhr Service Out Freistadt
11.23 Uhr SP 14 Gutau 8,27 Kilometer
12.20 Uhr SP 15 Unterweißenbach 13,53 Kilometer
12.55 Uhr SP 16 Arena Königswiesen 7,79 Kilometer
13.49 Uhr SP 17 Bad Zell - Tragwein - Aisttal 25,00 Kilometer

14.47 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
15.22 Uhr Service Out Freistadt
16.07 Uhr SP 18 Bad Zell - Tragwein - Aisttal 25,00 Kilometer
17.05 Uhr Regrouping In, Freistadt
17.15 Uhr Ender der Rallye, Freistadt Messehalle

Update 26.12.: Auch Vize-Europameister Solowow am Start

Mittels einer Sondergenehmigung der FIA hat der ERC-Auftakt 2013 in Freistadt noch eine weitere Attraktion erhalten. Der aktuelle Vize-Europameister und Milliardär Michal Solowow bringt seinen Peugeot 207 S2000 an den Start.

Vor wenigen Tagen erhielt Ferdinand Staber, Organisations-Chef der Jännerrallye, einen Anruf aus Polen. Stabers Gesprächspartner hieß Michal Solowow. Der aktuelle Vize-Europameister (2012 und vorher 2008) erzählte von seinem Wunsch bei der Jänner Rallye zu starten.

Einziges Problem. Die Nennliste zum Auftakt der European Rallye Championship (ERC) vom 3. bis 5. Jänner 2013 in Freistadt liegt bereits fix und fertig abgesegnet bei der FIA in Paris. Doch so leicht sagt man dem reichsten Mann Polens eben nicht, dass sein Traum leider nur ein Traum bleiben wird. Staber: „Also habe ich bei der FIA um eine Sondergenehmigung angesucht, und diese wurde bewilligt.“

Das heißt, Michal Solowow bringt seinen Peugeot 207 S2000 ins Mühlviertel, und die Jänner Rallye 2013 ist um eine Attraktion reicher.

Solowow wird bei seinem Antreten in Freistadt die Startnummer 10 haben.

Damit hat sich das Nennergebnis der 30. Jännerrallye 2013 (ERC Feld und nationale Starter) auf insgesamt 93 Teams erhöht, davon nicht weniger als 15 Mannschaften in S2000 Fahrzeugen.

Technische Daten 30. Jänner Rallye 2013:

Gesamtlänge der Rallye: 825,44 Kilometer
davon 18 Sonderprüfungen mit 248,46 Kilometer

1. Etappe: 450,94 Kilometer
davon 10 Sonderprüfungen mit 139,28 Kilometer

2. Etappe: 374,50 Kilometer
davon 8 Sonderprüfungen mit 109,18 Kilometer

Informationen / Links:

Weitere Informationen zur Jänner Rallye 2013 finden Sie unter: www.jaennerrallye.at

Galerie BRR Testfahrten, Raimund Baumschlager:

> Fotos IR7.at

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> Video IR7.at (5 Minuten)

   
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