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ERC: Suárez siegt beim Saisonauftakt, Lichtenegger holt P3 in ERC3!

Der spanische Skoda-Lokalmatador José Antonio Suárez triumphierte beim Saisonauftakt der Rallye Europameisterschaft im Rahmen der 43. Andalucía Rally - Sierra Morena vor seinem Landsmann Ivan Ares (Toyota) und dem Italiener Giandomenico Basso (Skoda). Maximilian Lichtenegger / Bernhard Ettel begeisterten in der ERC3 und holten Platz 3!

Text: Harald Illmer. FIA ERC; Fotos: FIA ERC @World / Red Bull Content Pool; FLAT-OUT media agency, Walter Illmer

Auftakt in die Rallye Europameisterschaft 2026 in Spanien: Nach der bedauernswerten finanziell bedingten Absage der ERC Rally Hungary rund um den Balaton wurde der Auftakt der ERC-Saison 2026 auf die 43. Andalucía Rally - Sierra Morena verschoben.

José Antonio Suárez Suárez startete mit seinem ersten ERC-Gesamtsieg in der 74.
ERC-Saison und gewann den Auftakt in Spanien a mit 20,1 Sekunden Vorsprung. Iván Ares sicherte sich im Toyota GR Yaris Ralyl2 in einem spannenden Kampf den zweiten Platz.


Foto: FIA ERC @World / Red Bull Content Pool

Am Steuer eines Škoda Fabia RS Rally2 übernahm der Sieger der Qualifikationsprüfung am Freitag in der ersten Sonderprüfung am Samstag die Führung und gab sie nicht mehr ab. Mit Alberto Iglesia an seiner Seite fuhr Suárez fünf Bestzeiten ein und holte sich damit 30 Punkte am Wochenende.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte Suárez, der die erste Etappe mit 21,6 Sekunden Vorsprung beendete. „Als Kind träumte ich davon, eines Tages Rallye zu fahren. Jetzt ist es viel mehr als das, wovon ich als Kind geträumt habe. Ich bin überglücklich. Es war eine richtige Rallye ohne Fehler, die Sonderprüfungen hatten einen guten Rhythmus, aber nichts Verrücktes. Es gab heute keinen Grund, zu pushen. Dank meiner Erfahrung habe ich aufgehört, mir vor der Rallye Gedanken darüber zu machen, was passieren könnte. Ich habe mich einfach treiben lassen und habe abgewartet, was während der Rallye passiert.“

Giandomenico Basso lag nach einer fulminanten Aufholjagd in SP12 auf Kurs für den zweiten Platz in seinem Skoda Fabia. Doch Ares konterte, indem er den zweifachen ERC-Champion Basso in der Power Stage überholte und sich den zweiten Platz sicherte.


Foto: FIA ERC @World / Red Bull Content Pool

Basso erhielt kurzzeitig eine 10-Sekunden-Strafe für ein Vergehen auf SP10, was den Italiener hinter Teemu Suninen auf den vierten Platz zurückgeworfen hätte. Nach der Rallye wurde die Strafe jedoch aufgehoben, sodass Basso den dritten Platz feiern konnte.

„Ich bin sehr zufrieden und es war schön, wieder in der ERC dabei zu sein“, sagte Basso, der auch die Master-ERC-Wertung anführte. „Es war mir eine Freude,wieder gegen diese Fahrer anzutreten, aber sie haben stark gepusht und das Niveau war sehr eng. Ich bin glücklich über die Platzierung und das Rennen.“

Ares, am Steuer eines Toyota GR Yaris Rally2, lag am Samstagabend 6,4 Sekunden vor Basso. Doch ein Schreckmoment in der ersten Kurve der zweiten Sonderprüfung am Morgen, schien dem Spanier teuer zu stehen gekommen zu sein, bis sich die Positionen auf der Power Stage wieder tauschten. „Wir hatten heute Glück“, sagte Ares im Anschluss.

Suninen ging mit 2,9 Sekunden Rückstand auf Basso in die zweite Etappe. Seine Aufholjagd wurde durch einen Reifenschaden vorne rechts in SP8 erschwert. Der RacingFactory-Pilot meldete sich eindrucksvoll zurück und fuhr in SP10 seine erste ERC-Bestzeit, verpasste aber den letzten Podiumsplatz um 3,4 Sekunden.


Foto: FIA ERC @World / Red Bull Content Pool

„Wir haben noch Verbesserungspotenzial, aber ich möchte dem Team ein großes Dankeschön aussprechen“, sagte Suninen, der nach drei Jahren sein erstes Asphaltrennen bestritt. „Natürlich war es wichtig, das Auto nach Hause zu bringen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Der Etappensieg hat mir das große Selbstvertrauen gegeben, den Lokalmatadoren ganz nah zu kommen.“

Der zweimalige spanische Asphaltmeister Jorge Cagiao belegte den fünften Platz, während Andrea Mabellini mit dem sechsten Platz Lancias Rückkehr in die höchste Klasse der ERC seit 1993 markierte. Der Italiener setzte seine beeindruckende PowerStage-Form fort und fuhr die schnellste Zeit in der letzten Sonderprüfung, was ihm fünf Bonuspunkte einbrachte.

Der britische Meister William Creighton, der bei seinem ERC1-Debüt in SP10 nur 0,1 Sekunden vom Sieg entfernt war, wurde Siebter, gefolgt vom polnischen Titelgewinner Jakub Matulka.

Dominik Stříteský, der Gewinner der Super Special Stage am Freitagabend, startete mit einer beeindruckenden Bestzeit in SP8 in die zweite Etappe. Er überstand einen Ausrutscher in SP12 und belegte den neunten Platz, während Marco Bulacia den Junior ERC-Absolventen Tuukka Kauppinen auf Platz zehn verwies.

Der amtierende ERC-Champion Miko Marczyk schied bereits auf der dritten Sonderprüfung nach einem Unfall aus, konnte aber am Sonntag wieder starten und holte zwei Punkte für die viertschnellste Zeit auf der Power Stage.


Foto: FLAT-OUT media agency

ERC: Lichtenegger / Ettel begeistern beim Debüt mit P3!

Maximilian Lichtenegger / Bernhard Ettel konnten beim Saisonauftakt der Rallye-Europameisterschaft in Spanien jubeln: Platz drei bei der ERC3-Premiere im Renault Clio Rally3.

Nach dem grandiosen dritten Gesamtrang von Maximilian Lichtenegger bei der Lavanttal Rallye in Kärnten, gab es für die Mannschaft von Baumschlager Rallye & Racing bereits eine Woche später wieder viel Grund zum Feiern: Mit Rang drei in der ERC3-Wertung glänzten Lichtenegger / Ettel bei der 43. Andalucía Rally - Sierra Morena rund um Córdoba.

Die ERC-Premiere im Rally3-Boliden begann mit einem kleinen Hoppala auf der Superspecial, als Maximilian mit dem Heck ein Betonelement traf. Doch bereits in der dritten Sonderprüfung am Freitagvormittag konnte der junge Kärntner mit der zweitschnellsten Zeit ein erstes Ausrufezeichen setzen und Platz drei in der Kategorie-Wertung übernehmen. Ein Dreher in der letzten Prüfung am Samstag kostete dann erneut wertvolle Sekunden, sodass das Duo den ersten Tag auf Rang vier beendete.

Doch am Sonntag folgte die direkte Antwort: Mit einer weiteren zweitschnellsten Zeit holte man sich P3 in der ERC3-Gesamtwertung zurück und brachte diese Position anschließend souverän ins Ziel.


Foto: Walter Illmer

Maximilian Lichtenegger im Ziel in Córdoba: „Es war eine extrem schwierige Rallye. Die Straßenverhältnisse haben sich stark verändert, auf der zweiten Durchfahrt waren die Strecken extrem verschmutzt. Die anderen Jungs haben sehr gepusht, sodass wir auch sehr viel Risiko nehmen mussten. Aber das scheint uns gelungen zu sein!“

Teamchef Raimund Baumschlager analysiert: „Maximilian und Bernhard haben unsere Erwartungen übertroffen! Wir wussten, dass sie schnell sind und zu guten Zeiten fähig. Dass sie dieses Tempo über die gesamte Rallye mitgehen können, hat uns positiv überrascht. Jetzt heißt es: ruhig und zielstrebig weiterarbeiten – es gibt noch viel zu lernen. Schon beim nächsten ERC-Einsatz kommen ganz andere Anforderungen auf sie zu. Mit diesem Wissen gehen die beiden in die nächste Rallye. Wenn man ihnen die nötige Zeit gibt, werden noch viele schöne Erfolge folgen.“

Die Rallye Europameisterschaft wird von 22.-24. Mai mit der Royal Rally of Scandinavia rund um Karlstad fortgesetzt. In Schweden startet auch die Junioren Europameisterschaft. Marcel Neulinger & Jürgen Heigl treten erstmals mit BRR im Lancia Ypsilon Rally4 HF an.

Endstand nach 13. Sonderprüfungen:
01. Suarez / Iglesias, Škoda Fabia RS Rally2 1:57:02.5
02. Ares / Rozada, Toyota GR Yaris Rally2 +20.1
03. Basso / Granai, Škoda Fabia RS Rally2 +21.9
04. Suninen / Haapala, Škoda Fabia RS Rally2 +25.3
05. Cagiao / Martinez, Citroën C3 Rally2 +39.3
06. Mabellini / Lenzi, Lancia Ypsilon HF Rally2 +51.6
07. Creighton / Regan, Citroen C3 Rally2 +1:05.5
08. Matulka / Syty, Skoda Fabia RS Rally2 +1:14.6
09. Muniz / Estevez, Skoda Fabia RS Rally2 +1:29.6
10. Stritesky / Kajca, Skoda Fabia RS Rally2 +1:44.9

Endstand ERC3:
01. Zielinski / Leenhardt, Renault Clio Rally3 2:06:23.1
02. Coleman / McArdle, Ford Fiesta Rally3 +33.2
03. Lichtenegger / Ettel, Renault Clio Rally3 +51.4
04. Graffin / Evans, Ford Fiesta Rally3 +1:16.3
05. Caldwell / McPhillips, Ford Fiesta Rally3 +1:16.8
06. Kacirek / Kucera, Ford Fiesta Rally3 +1:23.6

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