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ADAC KNAUS TABBERT 3-STÄDTE RALLYE 2021
 

ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye 2021: Wagner siegt nach Sekundenkrimi und holt den Titel!

Was für ein Finale! Der packende Sekundenkrimi um den Sieg bei 57. ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye dauerte bis zur allerletzten Sonderprüfung! Simon Wagner / Gerald Winter fixieren vorzeitig den Titel und triumphieren vor Dominik Dinkel / Pirmin Winklhofer und Marijan Griebel / Alexander Rath. Hermann Neubauer / Ursula Mayrhofer nach toller Vorstellung nach Unfall in letzter SP out.

Text: Harald Illmer; Fotos: Dominik Autengruber, Axel Kindermann

Gipfeltreffen im Österreich – Bayrischen Grenzgebiet: Die 57. ADAC Knaus Tabbert 3-Städte-Rallye vom 14. bis 16. Oktober war der vierte von fünf Läufen zur Deutschen Rallye-Meisterschaft und des ADAC Rallye Masters 2021 und zählte heuer auch auch als Ersatzlauf zur ORM / ORC 2021. Die Rallye war mit rund 150 Teams inkl. der Rahmenveranstaltungen stark besetzt. Alleine 16 Fahrzeuge aus der Topklasse „Rally2“ kämpften um den Gesamtsieg bei der Traditionsveranstaltung.

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ADAC Knauss Tabbert 3-Städte Rallye 2021 – Tag 1: Wagner vor Neubauer und Dinkel!

Österreich übernimmt die Führung beim ORM-DRM Gipfeltreffen im Österreich – Bayrischen Grenzgebiet. Simon Wagner führt die 57. ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye 2021 nach dem ersten Tag vor Hermann Neubauer und Dominik Dinkel an.

Pünktlich um 14.30h erfolgte am Freitag der Start zur diesjährigen ADAC Knaus Tabbert 3-Städte-Rallye bei schönsten Herbstwetter im Servicepark in Waldkirchen. Fünf Sonderprüfungen über 58.85 km warteten am ersten Tag auf die Teams.

Auf der neuen Auftaktprüfung in Peilstein im Mühlviertel (11,48 km) war klar in Österreichischer Hand – Simon Wagner / Gerald Winter setzten die erste Bestzeit knapp vor Hermann Neubauer / Ursula Mayrhofer (+0.7s). Dominik Dinkel folgte auf P3 (+1.1s). Julius Tannert (+7.3), Marijan Griebel (+8,9) folgten bereits mit Respektabstand.

Turbulenter Beginn für die BRR-Teams: Christian Riedemann / Lara Vanneste starteten verspätet in die erste Sonderprüfung, nachdem sich der VW Polo GTI R5 nach einem Halt auf der Verbindungsetappe einige Zeit nicht mehr starten ließ. Riedemann konnte in SP 1 die sechstschnellste Zeit (+9.6s) für sich verbuchen, erwartete jedoch eine Zeitstrafe.

Albert von Thurn und Taxis / Bernhard Ettel rutschten nach knapp 2 km bei einer Bergabkehre von der Strecke und konnten die Fahrt Dank der Hilfe einiger Fans zwar fortsetzen – ein Zeitverlust von mehr als 2 Minuten war jedoch die Folge.

Philipp Kreisel / Daniel Foissner konnten die siebtschnellste Zeit in der Auftaktprüfung vor Carsten Mohe / Alexander Hirsch und Johannes Keferböck / Ilka Minor setzen.

Auf der zweiten Prüfung „Klafferstraß“ über 13,72 km konnte Hermann Neubauer mit seiner ersten Bestzeit die Gesamtführung vor Dominik Dinkel und Simon Wagner übernehmen. Das Trio gab auch in SP 2 das Tempo vor, dahinter folgten in der zweiten Prüfung Christian Riedemann, Marijan Griebel und Julius Tannert – aber bereits mit deutlichem Abstand. Nach einem Unfall wurde die zweite Prüfung später abgebrochen.

Am neuen Zuseherrundkurs beim Firmengelände des Hauptsponsors Knaus Tabbert konnte Simon Wagner wieder die Bestzeit vor Hermann Neubauer setzen und sich hinter dem Ford-Piloten auch wieder P2 in der Gesamtwertung übernehmen.

Mit einem Vorsprung von 3.6s auf Simon Wagner und 5.8s auf Dominik Dinkel erreichte Hermann Neubauer den Servicepark in Waldkirchen als Führender. Christian Riedemann, Marijan Griebel, Julius Tannert, Philipp Kreisel und Johannes Keferböck komplettierten die Top-8 nach der ersten Schleife.

Der zweite Durchgang in Peilstein wurde bereits bei Dunkelheit absolviert. Mit einer überlegenen Bestzeit holte sich der momentan in der ORM-Meisterschaftswertung in Führung liegende Skoda Pilot die Führung von Hermann Neubauer zurück. Neubauer setzte in Peilstein die zweite Zeit vor Marijan Griebel, Julius Tannert, Dominik Dinkel und dem BRR-Trio Philipp Kreisel, Christian Riedemann und Albert von Thurn und Taxis.

Das Duell der beiden Österreicher an der Spitze setzte sich auch auf der finalen Prüfung des ersten Tages fort – Hermann Neubauer stellte im Bestzeiten-Duell auf 2:3 und verkürzte den Vorsprung auf den Führenden Simon Wagner um 2.0s. Christian Riedemann / Lara Vanneste mussten hingegen ihren VW Polo GTI R5 in der fünften Prüfung vorzeitig abstellen.

Simon Wagner / Gerald Winter beendeten den ersten Tag bei der ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye somit als Gesamtführende. Mit einem Rückstand von 2.0s folgten Hermann Neubauer / Ursula Mayrhofer auf dem zweiten Rang. Dominik Dinkel / Pirmin Winklhofer komplettierten das Podium am Freitag Abend (+17.7s).

Marijan Griebel auf P4 (+38.5), Julius Tannert auf P5 (+51.3) und Philipp Kreisel auf dem starken sechsten Rang (+1:19.8) folgten auf den weiteren Rängen. Johannes Keferböck (+1:55.3) und Carsten Mohe (+1:55.7) komplettierten die Top-8.

Am Samstag stehen weitere acht Sonderprüfungen im Zeitplan.

Stand nach dem ersten Tag:
01. Wagner / Winter, Skoda Fabia Rally2 evo 34:06.6
02. Neubauer / Mayrhofer, Ford Fiesta Rally2 +2.0
03. Dinkel / Winklhofer, Ford Fiesta Rally2 +17.7
04. Griebel / Rath, Citroen C3 Rally2 +38.5
05. Tannert / Enderle, Skoda Fabia Rally2 evo +51.3
06. Kreisel / Foissner, Skoda Fabia Rally2 evo +1:19.8
07. Keferböck / Minor, Skoda Fabia Rally2 evo +1:55.3
08. Mohe / Hirsch, Skoda Fabia Rally2 evo +1:55.7
09. Geipel / Becker-Brugger, Skoda Fabia R5 +2:04.3
10. von Thurn und Taxis / Ettel, VW Polo GTI R5 +3:41.6

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Galerie - ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye 2021: Fotos: © Axel Kindermann, Dominik Autengruber
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ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye 2021 - Tag 2: Wagner siegt nach Sekundenkrimi und holt den Titel!

Was für ein Finale! Der packende Sekundenkrimi um den Sieg bei 57. ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye dauerte bis zur allerletzten Sonderprüfung! Simon Wagner / Gerald Winter triumphieren vor Dominik Dinkel / Pirmin Winklhofer und Marijan Griebel / Alexander Rath. Hermann Neubauer / Ursula Mayrhofer nach toller Vorstellung nach Unfall in letzter SP out.

Leichter Nebel erwartete die Teams beim frühen Start am Samstag Morgen. Der selektive Rundkurs „Röhrnbach“ über 19,66 km bildete den Auftakt in den mit acht Sonderprüfungen gespickten zweiten Tag. Die längste Prüfung der Veranstaltung führte auch heuer wieder über kurze Schotterstücke. Der für die Nacht angekündigte mögliche leichte Niederschlag blieb aus.

Simon Wagner und Hermann Neubauer starteten Samstag früh wie sie am Freitag begonnen hatten – mit einer Bestzeit – diesmal sogar ex aequo an der Spitze – vor Dominik Dinkel und Marijan Griebel. Carsten Mohe musste seinen Skoda Fabia Rally2 evo nach einem Unfall in SP 6 nach der Prüfung vorzeitig abstellen.

Mit der Sonderprüfung in Kollerschlag wechselte man für die siebte Prüfung wieder zurück nach Oberösterreich. Entgegen der Wettervorhersagen präsentierte sich das Mühlviertel bereits am Morgen nebelfrei und begrüßte die Teilnehmer mit trockenem Herbstwetter.

Auch in Kollerschlag setzte sich das knallharte Duell um Zehntelsekunden an der Spitze fort, mit 0.1s Vorsprung konnte Hermann Neubauer den ersten Durchgang der neuen Prüfung in Oberösterreich vor Simon Wagner für sich entscheiden und den Rückstand in der Gesamtwertung nach SP 7 auf 1,9s verkürzen. Dominik Dinkel setzte weiter konstant die drittschnellsten Zeiten, vor Marian Griebel, Julius Tannert und Albert von Thurn und Taxis. Philipp Kreisel / Daniel Foissner verloren nach einem Reifenschaden in SP 7 mehr als 1:50 Minuten und rutschten auf P8 der Gesamtwertung ab.

Auch die dritte Sonderprüfung der ersten Schleife am Samstag-Vormittag „Julbach“ wurde in Oberösterreich gefahren. Hermann Neubauer konnte die zweite Bestzeit in Folge setzen – der Abstand der beiden Kontrahenten um den Sieg schmolz auf nur mehr 1.0s nach der achten Prüfung.

Den Servicepark in Waldkirchen erreichte Simon Wagner somit weiter als Gesamtführender vor Hermann Neubauer, auch dahinter gab es in den Top-5 keine Positionsveränderungen. Dominik Dinkel, Marijan Griebel und Julius Tannert komplettierten die Top-5 nach SP 8. Philipp Geipel, Johannes Keferböck, Philipp Kreisel und Albert von Thurn und Taxis folgten auf den weiteren Rängen,

Mit der Sprint-Prüfung Perlesreut und dem zweiten Durchgang am Zuseherrundkurs Knaus Tabbert bestand die zweite Schleife am Samstag Mittag aus zwei Prüfungen in Deutschland.

Die beeindruckende Vorstellung der beiden österreichischen Dominatoren an der Spitze sollte auch in SP 9 und 10 ihre Fortsetzung finden. In Perlesreut übernahm Hermann Neubauer mit 0.2. Vorsprung auf Simon Wagner kurz die Gesamtführung, doch Wagner konterte auf den am Samstag aus Sicherheitsgründen auf eine Runde verkürzten Rundkurs Knaus Tabbert und holte sich die Führung zurück.

Albert von Thurn und Taxis / Bernhard Ettel verloren nach einem technischen Defekt am VW Polo GTI R5 knapp 1:15 Minuten in SP neun und mussten nach der Prüfung ihren Boliden vorzeitig abstellen.

Die finale Schleife der ADAC 3-Städte Rallye 2021 sah noch einmal dieselben drei Prüfungen wie am Morgen vor. Der zweite Durchgang am Rundkurs Röhrnbach sollte die eigene Liga in der Simon Wagner und Hermann Neubauer agierten noch einmal deulich unterstreichen. Wagner fuhr abermals die Bestzeit, 1.1s vor Neubauer – Dominik Dinkel als Dritter musste bereits 8.6s Rückstand ausfassen.

Die finalen beiden Prüfungen wurden wieder in Österreich ausgetragen. Mit 2.2s Vorsprung startete Simon Wagner in die vorletzte Prüfung in Kollerschlag. Hermann Neubauer startete seine letzte Attacke und konnte die 10,73 km lange Prüfung um 0.9s schneller als Simon Wagner absolvieren. Das große Finale in Julbach sollte somit zum absoluten Krimi werden: 1.3s trennten die beiden Führenden an der Spitze vor der letzten Sonderprüfung über 18.13 km.

Simon Wagner / Gerald Winter lassen auf der finalen Prüfung nichts mehr anbrennen und holen sich mit einer überlegenen Bestzeit den vielumjubelten Sieg bei der 57. ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye 2021 und auch vorzeitig den Staatsmeistertitel!

Hermann Neubauer zeigte im Finale nerven und verlor nach einem Ausritt in SP 13 37.0s auf die Bestzeit von Wagner. Neubauer / Mayrhofer konnten den zweiten Rang theoretisch klar halten. Der Schaden am Ford Fiesta Rally2 war jedoch zu groß, die Fahrt konnte nicht fortgesetzt werden. Dominik Dinkel / Pirmin Winklhofer holten sich somit P2, Marijan Griebel / Alexander Rath komplettierten das Podium. Dahinter landerten Julius Tannert, Philip Geipel, Johannes Keferböck und Philipp Kreisel.

Das Duell der Bestzeiten ging übrigens 14:0 an Österreich. Kein deusches Team konnte somit eine Bestzeit im Verlauf der 57. ADAC Knaus Tabbert 3-Städte Rallye für sich verbuchen – eine Bestzeit teilten sich Simon Wagner und Hermann Neubauer.

Stimmen im Ziel:

Gesamtsieger – Simon Wagner (Skoda Fabia Rally2 Evo): „Die 3-Städte-Rallye ist eine absolute Traditionsveranstaltung, deswegen ist es toll, dass auch die Österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft hier einen Lauf ausgetragen hat. Das Messen mit der deutschen Konkurrenz ist natürlich zudem eine gute Erfahrung. Für uns waren insbesondere die österreichischen Prüfungen ein Highlight. Mit den Fans entlang der Strecke und dem Feuerwerk am Freitagabend herrschte eine unheimlich gute Atmosphäre. Trotzdem war es eine harte Rallye für uns. Wir konnten aber einen tollen Speed fahren, haben am Ende vielleicht den einen oder anderen Fehler weniger gemacht und sind sehr happy mit dem Ergebnis.“

Platz 2 – Dominik Dinkel (Ford Fiesta Rally2): „Unser Ziel war es, die Rallye entweder zu gewinnen oder zumindest beste deutsche Starter zu werden. Zweites ist uns gelungen. Ich habe von Anfang an Druck gemacht, allerdings hatten wir immer wieder mit kleinen Problemen zu kämpfen. Daher war es wichtig, unsere Position im Klassement und damit auch in der DRM zu sichern. Für die Meisterschaft ist es natürlich wichtig, dass wir vor unseren unmittelbaren Konkurrenten Marijan Griebel und Julius Tannert geblieben sind.“

Platz 3 – Marijan Griebel (Ford Fiesta Rally2): „Das Rallye-Ergebnis ist heute zweitranging. Wir blicken schon fest auf die Meisterschaft. Nichtsdestotrotz war es eine super Veranstaltung. Vor einer solchen Kulisse ist es wirklich schön, auf dem Podium zu stehen. Beim Finale haben wir den Kampf um die Deutsche Rallye-Meisterschaft nun in der eigenen Hand, es bleibt also spannend. Sowohl für uns, als auch für die Zuschauer.“

Endstand nach 13 Sionderprüfungen:
01. Wagner / Winter, Skoda Fabia Rally2 evo 1:33:26,8
02. Dinkel / Winklhofer, Ford Fiesta Rally2 +54,8
03. Griebel / Rath, Citroen C3 Rally2 +1:37,7
04. Tannert / Enderle, Skoda Fabia Rally2 evo +1:48,8
05. Geipel / Becker-Brugger, Skoda Fabia R5 +3:57,3
06. Keferböck / Minor, Skoda Fabia Rally2 evo +4:39,7
07. Kreisel / Foissner, Skoda Fabia Rally2 evo +5:54,3
08. Lengauer / Thauerböck, Subaru WRX Sti +8:40.2
09. Sulzinger / Heigl, Ford Fiesta Rally4 +9:02.2

> Alle Resultate

Bestzeiten: Simon Wagner - 7, Hermann Neubauer - 7

Die Österreichische Rallye Staatsmeisterschaf wird am 06. November 2021 mit der Rallye W4 rund um Horn abgeschlossen.

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