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Sonntag, 27. März 2011:
 
WRC Rallye Portugal: Ogier vor Loeb und Latvala
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Sebastien Ogier konnte seinen Vorjahressieg bei der Rallye Portugal wiederholen und zusammen mit seinem Teamkollegen Sebastien Loeb einen vielumjubelten Citroen-Doppelsieg feiern. Bereits mit Respektabstand folgte Jari Matti Latvala auf dem dritten Rang.

Mit der Wiederholung seines Vorjahressieges in Portugal machte Sebastien Ogier seinen Ausfall als Führender bei der Rallye Mexiko vor wenigen Wochen mehr als wett.

Der Franzose konnte mit seinem Teamkollegen Sebastien Loeb den ersten Citroen-Doppelsieg der Saison feiern. Wie schon in Mexiko dominierten die Citroen Piloten auch den Großteil der Rallye Portugal, während die Ford Piloten durch eine Vielzahl von Problemen gebremst wurden.

Bis zur neunten Sonderprüfung gab es einen engen Kampf an der Spitze des Feldes zwischen den Citroen und Ford Werkspiloten. Nach einem Reifenschaden büßte Mikko Hirvonen mehr als zwei Minuten ein und verabschiedete sich somit aus dem Kampf um den Sieg. Sebastien Loeb verlor im Staub des vor ihm gestarteten Mikko Hirvonen knappe 30 Sekunden und war im Ziel der Sonderprüfung dementsprechend verärgert.

Für den Samstag Nachmittag zeichnete sich ein Zweikampf um die Führung zwischen Jari Matti Latvala und Sebastien Ogier ab, doch auch Latvala büßte nach Antriebsproblemen und einem Reifenschaden mehrere Minuten ein. Die letzte Sonderprüfung des Tages sollte für die Ford Piloten abermals große Zeitverluste bringen. So kam es das die beiden Citroen Piloten Ogier und Loeb vor dem finalen Tag der Rallye Portugal mit knapp vier Minuten Vorsprung auf ihre Verfolger in Führung lagen.

Für die finale Etappe war somit eine sichere Zielankunft das Ziel des Citroen-Duos an der Spitze. Diese Aufgabe wurde erwartungsgemäß erfüllt und Sebastien Ogier konnte somit seinen Vorjahreserfolg bei der Rallye Portugal wiederholen.

Mit dem ersten und dritten Platz bei der finalen Powerstage sicherten sich die Citroen-Stars zudem weitere wichtige Punkte für die Fahrer-WM.

Ogier siegte mit einem Vorsprung von 31.8 Sekunden vor Sebastien Loeb. Mit den auf Sicherheit fahrendem Citroen Piloten konnte Jari Matti Latvala am dritten Tag noch etwas Zeit auf die Führenden aufholen und belegte schlussendlich mit 3:22.1 Minuten Rückstand den dritten Rang vor seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen auf Rang vier (+6:16.3).

Matthew Wilson belegte den fünften Rang vor Petter Solberg auf Rang sechs. Solberg verzeichnete wie auch in Mexiko eine Serie von Bestzeiten, vier Reifenschäden im Verlauf der ersten Etappe machten jedoch ein Spitzenresultat des Norwegers zunichte.

Kimmi Raikkönen (Citroen DS3 WRC) und Federico Villagra (Ford Fiesta RS WRC) komplettierten die Top-8 bei der Rallye Portugal 2011.

Auch die PWRC war durch viele Ausfälle geprägt. Der Australier Hayden Paddon dominierte im Subaru Impreza und konnte einen klaren Sieg feiern, da seine schärfsten Rivalen Patrik Flodin und Anders Grondal nach Unfällen weit zurückfielen.

Paddon siegte schlussendlich mit mehr als 7 Minuten Vorsprung vor dem Finnen Ketomaki. Martin Semerad belegte den dritten Rang in der PWRC.

Mini feierte mit dem S2000-1.6T Variante des Countryman die Premiere in Portugal. Armindo Araujo und Daniel Oliveira konnten die Rallye jedoch nach technischen Problemen nicht beenden. Es bleibt abzuwarten in wie weit die WRC-Version beim Debüt in Sardinien mit den Rivalen Citroen und Ford mithalten wird können.

Endstand nach 17 Sonderprüfungen:
01. Ogier / Ingrassia, Citroen DS3 WRC 4:10:53.4
02. Loeb / Elena, Citroen DS3 WRC +31.8
03. Latvala / Antilla, Ford Fiesta WRC +3:22.1
04. Hirvonen / Lehtinen, Ford Fiesta WRC +6:16.3
05. Wilson / Martin, Ford Fiesta WRC +7:48.5
06. Solberg / Patterson, Citroen DS3 WRC +10:17.4
07. Raikkönen / Lindtröm, Citroen DS3 WRC +10:54.1
08. Villagra / Perez Companc, Ford Fiesta WRC +11:38.8

Bestzeiten: Petter Solberg – 6, Sebastien Ogier – 4, Sebastien Loeb – 3, Jari Matti Latvala – 2, Mikko Hirvonen – 2

Wichtigste Ausfälle: Ken Block, Armindo Araujo, Bernardo Sousa, Anders Grondal, Daniel Olveira, Gianluca Linari, Ricardo Moura, Craig Breen, Yazeed Al-Rajhi

Endstand PWRC:
01. Paddon / Kennard, Subaru Impreza 4:33:33.4
02. Ketomäki / Risberg, Mitsubishi Lancer +7:39.9
03. Semerad / Ernst, Mitsubishi Lancer +9:12.6
04. Guerra / Rozada, Mitsubishi Lancer +13:39.3
05. Gorban / Larens, Mitsubishi Lancer +13:43.3

WM-Stand Fahrer: 01. Hivonen und Loeb – 58 Punkte, 02. Latvala – 48, 04. Ogier – 41, 05. P. Solberg – 31, 06. Östberg – 28, 07. Wilson – 12, 08. Raikkönen und H. Solberg – 10

WM-Stand Hersteller: 01. Ford Abu Dhabi WRT – 100 Punkte, 02. Citroen Total WRT – 90, 03. M-Sport Stobart Ford – 40, 04. Petter Solbert WRT – 22, 05. Ice1 Racing – 16, 06. Munchi’s Ford WRT – 12, 07. Team Abu Dhabi – 7, 08. Ferm Power Tools WRT und Monster WRT – 6

Stand PWRC: 01. Semerad – 40 Punkte, 02. Paddon – 25, 03. Gorban – 22, 04. Protasov und Ketomaki – 18, 06. Fuchs – 15, 07. Saliuk – 14, 08. Guerra – 12

Als nächster Lauf der Rallye Weltmeiserschaft ist die Rallye Jordanien von 14.-16. April geplant. Durch die Unruhen im Nahen Osten ist die Austragung des vierten Saisonlaufes jedoch noch im Moment fraglich. Eine Entscheidung über die Durchführung der Rallye Jordanien wird in den nächsten Tagen erwartet.

Fotos: www.rallydeportugal.pt