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Dienstag, 20. Dezember 2011:
Vorschau Jänner Rallye 2012: Saisonauftakt im Mühlviertel
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Mit der Jänner Rallye rund um Freistadt startet die Rallye Europameisterschaft, die Österreichische Staatsmeisterschaft sowie die Tschechische Meisterschaft von 05.-07.01. in die Saison 2012. Ein Rekordstarterfeld mit nicht weniger als dreizehn S2000 und zahlreichen Stars des internationalen Rallyesports nimmt den Klassiker in Angriff.

Österreichs Driftasse jagen die Weltklasse:

Die Creme-de-la-creme Europas ist im Mühlviertel am Start. SWRC-Weltmeister Juho Hänninen steht an der Spitze eines unglaublich hochkarätigen Motorsport-Ensembles.

Eine geballte Konkurrenz-Welle hat der Umstand, dass die Jänner-Rallye 2012 sowohl zur EM als auch zur tschechischen Meisterschaft zählt, für Österreichs Rallye-Asse zur Folge. Doch gerade diese sportliche Herausforderung reizt offensichtlich besonders, denn nahezu sämtliche nationalen Asse wollen sich der Aufgabe stellen, welche anspruchsvoll genug ist. Denn neben SWRC-Weltmeister Juho Hänninen und Jan Kopecky, die mit dem Skoda Werksteam nach Oberösterreich kommen, stehen auch Vize-Europameister Luca Betti aus Italien (Peugeot 207 S2000), der Pole Michal Solowow (EM-Fünfter, Ford Fiesta S2000) sowie die Tschechen Vaclav Pech im brandneuen, noch nie auf Schnee eingesetzten Mini Cooper S2000 und Antonin Tlustak im Skoda Fabia S2000 im Star-Aufgebot der Jänner-Rallye-Nennliste.

Ergänzt wird diese Lise noch von Jänner-Rallye-Kennern aus Tschechien wie Pavel Valousek (Peugeot 207 S2000) und Jaroslav Orsak, der mit seinem Mitsubishi Evo IX 2011 Dritter in Freistadt wurde. Auch Stig Blomqvist darf in der Riege der Jänner-Rallye-Liebhaber natürlich nicht fehlen. Der schwedische Ex-Weltmeister geht mit einem Mitsubishi Evo X ins Rennen. Und mit Hermann Gassner (Mitsubishi Evo X) steht auch ein immer wieder gern gesehener Vertreter aus Deutschland am Start.

Gejagt werden die internationalen Stars von Österreichs Aushängeschildern in Sachen Driftkunst:

Champion Beppo Harrach, der 2011 im Mitsubishi Evo IX seinen Triumphzug durch die heimische Meisterschaft mit einem Sieg in Freistadt begann; Raimund Baumschlager, der sich selber auf Revanche programmiert und seinen Skoda Fabia S2000 auf Vordermann gebracht hat. Neben dem Lokalmatador aus Oberösterreich wird Klaus Wicha als Copilot sitzen; Kris Rosenberger, der nach Jahren in der Historischen Klasse in die Welt der Modernen zurückkehrt und mit einem VW Polo S2000 vorne mitmischen will; Andreas Aigner, der nach überragenden Auftritten in der 2-WD-Wertung wieder in einem Allradler (Mitsubishi Evo IX) sein Können zeigt; Hermann Neubauer, der überraschend in einem Subaru Impreza aus dem Hause Stohl sitzt; Manfred Stohl himself, der die Saison wieder im Erdgas-Mitsubishi bestreitet; des weiteren Jörg Rigger (Misubishi Evo X), Christian Mrlik (Subaru Impreza), und Philipp Lietz, der in einem Mitsubishi Evo IX die Gelegenheit bekommt, sein unbestrittenes Racer-Talent noch ausdrücklicher ins Rampenlicht zu rücken.

Beachtung verdient auch Patrick Winter. Der Oberösterreicher, der zuletzt budgetbedingt eine künstlerische Pause einlegen musste, kreuzt im Mühlviertel in der 2-WD-Wertung auf. Er lenkt den Citroen DS3 von Daniel Wollinger, der bei der Jänner-Rallye 2012 fehlt. Ebenfalls unter den „Zweiradlern“ ist Michael Kogler mit einem Renault Clio aus dem Hause Eddy Schlager zu finden. Michael Böhm hat es in die Diesel-Klasse verschlagen. Der Steirer sitzt in einem Fiat Stilo und bekommt Konkurrenz vom „Zweirad-König 2011“ Hannes Danzinger. Dieser sitzt nach dem plötzlichen Ausstieg von Ford in einem VW Scirocco.

Als Hechte im Karpfenteich versuchen sich bei der Jänner-Rallye 2012 freilich wieder die ortskundigen Piloten. David Glachs, der 2011 mit Startnummer 64 die Spitzenfahrer sogar mit einer SP-Bestzeit irritierte, möchte mit einem Mitsubishi Evo IX das eine oder andere Überraschungsmoment wiederholen.

Ebenso in einem Mitsubishi Evo IX sitzt Johannes Keferböck. Der Pregartner vertraut wieder auf seine große Fangemeinde. Chancen rechnet sich auch Ernst Haneder aus. Der „schnellste Bäckermeister Österreichs“ aus St. Oswald bei Freistadt schwimmt wie Glachs und Keferböck in einem Mitsubishi Evo IX in der Klasse 3, also der Welt der Großen mit.

Insbesondere die Klasse 12 (Gruppe H) ist im Mühlviertel in der Hand von rasanten Lokalkaisern. Martin Fischerlehner aus St. Oswald, im Jänner 2011 ebenfalls überraschender Bestandteil des Spitzenfeldes, macht sich im Mitsubishi Carisma Hoffnungen. Ein weiterer Publikumsliebling ist Christof Klausner. Der „Ringerlkönig“ aus Rohr im Kremstal sorgt im Audi Urquattro stets für jubelnden Beifall. Insgesamt ist allein der Rallye Club Mühlviertel mit zehn Fahrern in der Gruppe H vertreten.

In der Historic-Wertung gilt Niki Glisic im BMW M3 als Podest-Anwärter. Als Überraschungsgast zeigt sich hier Richard Lietz. Der Porsche-Werkspilot und Motorsportler des Jahres 2010 nutzt sein testfreies Wochenende zu einer „Just-for-fun-Fahrt“ in einem von Seppi Pointinger aufgepäppelten Ford Escort RS 2000.

Die Suzukis sind durch Damian Izdebski, Meister Klemens Haingartner und Rene Rieder vertreten.

29. Jänner Rallye bringt dem RC Mühlviertel tolles Nennergebnis:

115 Teams aus zehn Nationen beabsichtigen in Freistadt zu starten. 63 österreichischen Mannschaften stehen 52 ausländischen Teams gegenüber. 2 FIA- und 20 nationale Prioritätsfahrer mit 13 S2000-Autos unterwegs.

Der Status Europameisterschaft, der Status tschechische und österreichische Meisterschaft führten neuerlich zu einem sehr interessanten Nennergebnis. Exakt 115 Teams aus 10 Nationen (Ungarn, Deutschland, Tschechien, Schweden, Italien, Finnland, Polen, Rumänien, Frankreich und Österreich) haben ihre Absicht bekundet, bei diesem Rallye-Klassiker mit dabei zu sein.

Darunter befinden sich mit Juho Hänninen und Vaclav Pech zwei FIA-Prioritätsfahrer und weitere 20 nationale Prioritätspiloten der einzelnen Verbände. 52 Gäste-mannschaften aus dem Ausland werden von 63 Teams aus Österreich gejagt werden.

In der Division I (N4 + 2000 ccm und Fahrzeuge S2000 inkl. R4) werden 45 Autos starten. Die 2-WD-Wertung wird in der Division II (kommen aus den Divisionen I, III und IV) geführt, hier werden 12 Autos dabei sein. Die Division III (Grp A und N-2000 ccm inkl. Klassen R1,R2,R3 und R3T) weist 7 Interessenten aus.

Etwas schwächer mit nur vier Teams präsentieren sich die Dieselfahrzeuge in der Division IV (Klasse 11+5 (R3D). Besonders stark ist die Division V (Klasse 12 mit nicht mehr homologierten Autos vertreten. Hier werden 29 Teilnehmer antreten, viele kommen aus dem Mühlviertel mit den Schwerpunkten Perg und Freistadt. Auch die Division Historisch (Klasse 14) ist mit 12 Autos im Feld sehr gut vertreten.

Um Europameisterschaftspunkte kämpfen bei diesem ersten Lauf insgesamt 67 Teilnehmer. 96 Teams versuchen Punkte für die österreichische Meisterschaft einzufahren und 29 Piloten kümmern sich um den Punktestand im tschechischen Championat.

In der Markenstatistik liegt Mitsubishi mit 34 Autos voran, gefolgt von Subaru mit 14, Skoda mit 10, dann kommt Peugeot mit sieben Autos, jeweils sechs Autos sieht man von VW und Audi, viermal sind Ford, Suzuki und BMW vertreten, dreimal findet man Citroen, Renault, Fiat und Mazda, zweimal Honda und Opel und je einmal sieht man Mini-Cooper, Nissan, Dacia, Toyota, Lada, Mercedes, Lancia, Talbot, Porsche und Saab.

Auch die Freistädter Wirtschaft startet vollgas ins Jahr 2012:

Das Starterfeld für die Jänner Rallye 2012 beschleunigt nicht nur den Puls von Organisator Ferdinand Staber und seinem Team, sondern auch von WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss: „Die Jänner Rallye ist nicht nur der größte Event im heimischen Motorsportkalender, sie ist auch ein wirtschaftlicher ,Turbo‘ für die Region Freistadt, ja sogar weite Teile des Mühlviertels bis hinein in den oö. Zentralraum.“

Hat schon die letzte Rallye einen neuen Wertschöpfungsrekord von ca. 3,5 Mio. Euro und etwa 7000 zusätzliche Nächtigungen in die Region „gespült“, so zeigt sich Lackner-Strauss zuversichtlich, dass die Jänner Rallye 2012, erstmals als Europameisterschaftslauf ausgetragen, die Kassen der Freistädter Wirtschaft noch stärker zum Klingen bringen wird.

Abgesehen davon, dass diese Motorsportveranstaltung in der sonst ruhigeren Nachweihnachtszeit bei den regionalen Beherbergern für „full house“ sorgt, profitieren auch andere Wirtschaftsbereiche als Hotellerie und Gastronomie sehr wesentlich vom Rallye-Tross und dem Ansturm der deutlich mehr als 100.000 erwarteten Rallyefans aus nah und fern.

So sind dies im Rallyezentrum Freistadt sowie im Umfeld der jeweiligen Sonderprüfungsstrecken auch die Lebensmittelhändler, Bäcker, Fleischer, Tankstellen und Trafikanten, ebenso aber auch die involvierten Vereine und Körperschaften wie Feuerwehren etc. Nicht unerwähnt lässt Lackner-Strauss auch die rund 300.000 Euro Umsatz, die vom Veranstalter für Druck, Werbung, Zeltverleih etc. in Auftrag gegeben werden.

Die Tagesgäste geben pro Kopf täglich ca. 30 Euro aus. Bei den Nächtigungsgästen sind es rund 80 Euro. Bei geschätzten 100.000 Besuchern und rund 7000 Nächtigungen resultiert daraus eine Wertschöpfung von mehr als 3,5 Mio. Euro.

Was sich gar nicht in konkreten Zahlen ausdrücken lässt, ist darüber hinaus der Werbewert für die Region Mühlviertel. Unter den zahlreichen Rallye-Besuchern befinden sich alljährlich ja auch nahezu 200 nationale und internationale Medienvertreter, die mit ihren Berichten und Beiträgen in Print, Hörfunk und TV auch die Urlaubsregion Mühlviertel „mittransportieren“. Und auch jeder Rallye-Teilnehmer und –Besucher nimmt seine Eindrücke von diesem landschaftlich attraktiven Teil Oberösterreichs mit nach Hause, verweist Lackner-Strauss auf diese nicht zu unterschätzenden „Nebenwirkungen“ der Jänner Rallye.

Die zwölf Rallyegemeinden der 29. Int. Jänner Rallye 2012:

Diese bilden einen wesentlichen Bestandteil um den Event durchführen zu können. Sind ganz wichtige Partner für die gesamte Sicherheit entlang der Strecke.

Den Gemeinden, an der Spitze den Bürgermeistern, gilt für das Engagement bei der 29. Jänner Rallye vonseiten des RC Mühlviertel besonderer Dank und Anerkennung. Mit dieser Tatsache tragen sie wesentlich dazu bei, dass vor allem die Sicherheit gewährleistet ist.

Rallye-Gemeinden: Gutau, Pierbach, Schönau, Tragwein, St. Oswald, Liebenau, Bad Zell, Unterweißenbach, St. Leonhard, Königswiesen, Pregarten, Freistadt

Die Grundidee der Einbindung dieser Gemeinden in die Jänner-Rallye ist es, ihnen die Selbstvermarktung im Rallyegebiet selbst zu überlassen.

Die Gemeinden sind für die Veranstalter des Events wichtige Partner. Dies trifft in besonderem Maß auf diverse Sicherheitspunkte zu. So werden mit Hilfe der ansässigen Feuerwehren die diversen Zuschauerzonen abgesichert, Parkplätze überwacht und Verkehrsströme geleitet.

Einen ganz wesentlichen Punkt stellt die Verköstigung der vielen Rallyefans dar. So werden in den Zuschauerzonen diverse Stände aufgestellt, die vom Essen bis zu den Getränken alles zur Verfügung haben, um den Fans den Aufenthalt im Mühlviertel so angenehm wie möglich zu gestalten.

Zeitplan 29. Int. Jänner Rallye 2012:

Freitag, 6. Jänner 2012:
07.30 Uhr Freistadt Start
08.18 Uhr SP 1 Pierbach 19,10 Kilometer
09.21 Uhr SP 2 Liebenau 10,40 Kilometer
10.24 Uhr SP 3 St. Oswald 5,50 Kilometer
10.44 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
11.19 Uhr Service Out Freistadt
12.07 Uhr SP 4 Pierbach 19,10 Kilometer
13.10 Uhr SP 5 Liebenau 10,40 Kilometer
14.13 Uhr SP 6 St. Oswald 5,50 Kilometer
14.33 Uhr Regrouping In, Freistadt, Messehalle
15.23 Uhr Service Out Freistadt
15.56 Uhr SP 7 Pregarten 7,74 Kilometer
16.35 Uhr SP 8 Schönau – St. Leonhard 21,80 Kilometer
17.45 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
18.20 Uhr Service Out Freistadt
18.53 Uhr SP 9 Pregarten 7,74 Kilometer
19.32 Uhr SP 10 Schönau - St. Leonhard 21,80 Kilometer
20.42 Uhr Servicezone In, Freistadt, Messegelände
21.32 Uhr Ende der 1. Etappe, Parc Ferme In, Freistadt Messehalle

Samstag, 7. Jänner 2012:
7.00 Uhr Start zur 2. Etappe, Freistadt Messegelände, Parc Ferme Out
7.38 Uhr SP 11 Gutau 8,25 Kilometer
8.36 Uhr SP 12 Unterweissenbach 14,10 Kilometer
9.11 Uhr SP 13 Arena Königswiesen 7,70 Kilometer
10.21 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
10.56 Uhr Service Out Freistadt
11.21 Uhr SP 14 Gutau 8,25 Kilometer
12.19 Uhr SP 15 Unterweißenbach 14,10 Kilometer
12.54 Uhr SP 16 Arena Königswiesen 7,70 Kilometer
13.49 Uhr SP 17 Bad Zell - Tragwein - Aisttal 25,10 Kilometer
14.47 Uhr Regrouping In, Freistadt Messehalle
15.22 Uhr Service Out Freistadt
16.07 Uhr SP 18 Bad Zell - Tragwein - Aisttal 25,10 Kilometer
17.05 Uhr Regrouping In, Freistadt
17.20 Uhr Ender der Rallye, Parc Ferme In, Freistadt Messehalle

Technische Daten der 29. Jänner Rallye 2012:

Gesamtlänge der Rallye: 843,33 Kilometer
davon 18 Sonderprüfungen mit 239,38 Kilometer

1. Etappe: 469,43 Kilometer
davon 10 Sonderprüfungen mit 129,08 Kilometer

2. Etappe: 373,90 Kilometer
davon 8 Sonderprüfungen mit 110,30 Kilometer

Informationen / Links:

Weitere Informationen zur Jänner Rallye 2012 finden Sie unter: www.jaennerrallye.at

Fotos: Harald Illmer (7), Axel Kindermann (1), Robert May (1)