NEWS - Samstag, 18. Juni 2005

 

 


© 2005, Harald Illmer
 

Gnadenloser Zweikampf zwischen Sieger Baumschlager und Lokal-Hero Mörtl. Kooperation mit slowenischer Meisterschaft und Mitropacup hat sich bewährt. Zellhofer gewinnt GrpN, Danzinger bei den Diesel und Leeb bei Junioren

Die 29. Auflage der Pirelli Lavanttal Rallye im Raum Wolfsberg wird sicher in die Analen dieses Klassikers eingehen. Erstens durfte der MSC Wolfsberg als Veranstalter ein Rekord Starterfeld von 129 Teams aus sieben Nationen im Lavanttal begrüßen, andererseits gab es enormes Interesse wie Obmann Gerhard Leeb zufrieden feststellen durfte.
„Auf diese Pirelli Rallye dürfen wir stolz sein. Es hat alles gepasst und das schon ein Jahr vor dem 30. jährigen Jubiläum dieser Veranstaltung. Bedingt durch das Kaiserwetter und bedingt auch durch die Meisterschaftsteilnahme unserer slowenischen Nachbarn, konnten wir nicht weniger als 55.000 Besucher an beiden Tagen begrüßen. Außerdem wurde erstklassiger Rallyesport geboten, das Duell Baumschlager gegen Mörtl hat die Massen begeistert. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern für die gute Arbeit bedanken,“ so Leeb.

Großer Sieger der Pirelli Lavanttal Rallye wurde Raimund Baumschlager mit Co. Thomas Zeltner (Mitsubishi), der damit seinen Vorjahreserfolg wiederholen konnte und mehr als zufrieden war: „Dieser Sieg freut mich besonders. Ich bin mit einem völlig neuen Auto an den Start gegangen, der Wagen ist erst kurz vorher fertig geworden. Das Duell mit Achim war nicht nur für die vielen Zuschauer sehr spannend, sondern war auch für mich ein echter Krimi. Mein Team BRR hat einen Superjob gemacht.“

Achim Mörtl der bis zur SP 9 in Führung lag, bot ebenfalls eine tolle Leistung. Er lag im Ziel nur 15,9 Sekunden hinter Baumschlager: „Ich bin mit Platz Zwei sehr zufrieden. Mundl war für mich schon vor der Rallye der Favorit, dass ich ihn trotzdem so fordern konnte, freut mich und hat auch hoffentlich den Rallyefans viel Spaß gemacht.“

Ein unscheinbarer aber doch recht zufriedener Dritter wurde Ruben Zeltner: „Es war eine Rallye so richtig nach meinem Geschmack. Tolle Strecken, viele Zuschauer, trotz des neuen Wagens gab es keinerlei Probleme, ich habe mich auf ein Duell mit dem Ungarn Krisztian Hideg eingeschossen und dieses auch für mich entscheiden können.“ Der Ungar, der heuer in der heimischen Meisterschaft mitfährt, zeigte ebenfalls sehr guten Rallyesport.

In der Gruppe N kam es zum erwartet harten Duell. Schlussendlich setzte sich der regierende Staatsmeister durch. Martin Zellhofer fuhr eine sehr gleichmäßige Rallye und konnte sich am Ende gegen Willi Stengg und Ernst Haneder durchsetzen. Einzig Kris Rosenberger hatte diesmal verwachst. Das Duell Routine gegen junge Heißsporne endete mit einem Sieg der „Alten“.

Trotzdem durfte man wieder das außergewöhnliche Talent der Red Bull Junioren Andreas Aigner und des Deutschen Quirin Müller erkennen. Beide sorgten nach ihren Problemen (Ausritt und Reifenschaden) außerdem noch für schnelle N-Zeiten auf den einzelnen Prüfungen. Auch die Slowenen zeigten sich bei ihrem Meisterschaftsdebüt in Österreich in der Gruppe N sehr ambitioniert. Nach etwas verhaltenem Beginn gelang es Andrej Jereb und Tomaz Kaucis (beide Subaru) in der Gesamtwertung noch einen Platz unter den Top-Acht heraus zu fahren.

Keine Blöße gab sich diesmal Hannes Danzinger in der Dieselklasse. Der Niederösterreicher deklassierte seine Gegner und gewann auf seinem VW ganz überlegen: „Es war ein schöner Erfolg für mich, dadurch habe ich in der Staatsmeisterschaft wieder einige Punkte gut gemacht. Wichtig war für mich das gute Verständnis mit meinem neuen Beifahrer, speziell am 2. Tag.“ Der einzig ernsthafte Gegner von Danzinger, Michael Böhm verlor am ersten Tag durch einen Ausritt viel Zeit, konnte sich im Verlauf der Rallye aber auf Platz Drei nach vor arbeiten, damit verteidigte der Steirer seine Führung im Dieselpokal.

Einen klaren Heimsieg fuhr in der Junioren Staatsmeisterschaft Lokalmatador Marcus Leeb aus Wolfsberg heraus.“ Endlich hat es für mich auch bei einer Heimrallye geklappt, damit habe ich in der Meisterschaft die Führung übernommen. Der Suzuki Ignis lief wie ein Uhrwerk, es hat richtig Spaß gemacht.“ Zweiter wurde Michael Kogler vor dem Tschechen Jiri Pertlicek (alle Suzuki).

Sehr abwechslungsreich verlief der Kampf in der Castrol Historic Rallye Trophy:“ Anfänglich lagen Gernot Zeiringer (Porsche) und Josef Pointinger (Ford) in Front, dann wechselte die Führung zwischen Hans Georg Lindner (Ford) und Christoph Weber (Mercedes) ab. Nach zwölf Prüfungen lag Lindner vor Weber und Pointinger in Führung.

Endstand der Pirelli Lavanttal Rallye nach insgesamt 13 Sonderprüfungen:

1. Raimund Baumschlager/T.Zeltner A/A Mitsubishi 2:15,:40,1 h
2. Achim Mörtl/ Detlef Ruf A/D Mitsubishi + 15,9 Sek
3. Ruben Zeltner/Dieter Hawranke D/D Mitsubishi + 1:56,9 Mi
4. Krisztian Hideg/ Krisztian Szabo H/H Mitsubishi + 2:27,7
5..Martin Zellhofer/Bernhard Ettel A/A Mitsubishi 1.GrpN + 4:05,9
6. Wiili Stengg/ Petra Haas A/A Mitsubishi 2.GrpN + 4:52,3
7. Ernst Haneder/ Dan. Weissengruber A/A Mitsubishi 3.GrpN + 6:42,0
8.Andrej Jereb/ Miran Kacin Slo/Slo Subaru 4.GrpN + 6:47,1
9.Tomaz Kaucic/Peter Zorenc Slo/Slo Subaru 5.GrpN + 7:13,3
10.Walter Kovar/ Nina Wassnig A/A Mitsubishi 6.GrpN + 7:31,9
11.Kris Rosenberger/Sigi Schwarz A/A Subaru 7.GrpN + 7:54,1
12.Andreas Waldherr/Richard Jeitler A/A VW KitCar + 8:39,9
13.Darko Peljhan/Igor Kacin Slo/Slo Mitsubishi 8.GrpN + 8:45,5
14.Johann Holzmüller/Stefan LangthalerA/A Mitsubishi + 8:48,7
15.Quirin Müller/ Peter Müller D/A Mitsubsihi 9.GrpN + 8,59,1

Bestzeitenverteilung: Baumschlager 8, Mörtl 6 (einmal ex aequo)

> Foto-Galerie Pirelli Lavanttal Rallye 2005

> Video-Galerie Pirelli Lavanttal Rallye 2005

 
 
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